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Kritik am Wohngebiet im Grünen
BUND gegen Siedlungspläne auf dem Wellersberg

Kampfansage ans Reihenhaus? Es müsse unbedingt geprüft werden, welche Folgen ein Wohngebiet im Siegener Außenbereich nach sich ziehe, wenn hochwertiges Grünland womöglich nur eingeschossig überbaut werde.
  • Kampfansage ans Reihenhaus? Es müsse unbedingt geprüft werden, welche Folgen ein Wohngebiet im Siegener Außenbereich nach sich ziehe, wenn hochwertiges Grünland womöglich nur eingeschossig überbaut werde.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ch Siegen. Die Wiesen und Wäldchen auf dem Wellersberg polarisieren. Die einen, Teile der Politik und das Rathaus, möchten das Wohnen im Grünen ermöglichen, Bauland erschaffen. Die anderen wettern gegen die Bebauung des Naherholungsgebiets bzw. der beliebten Außenlage der Krönchenstadt. Auch der BUND sieht die Pläne für eine neue Siedlung an der Panzerstraße auf dem ehemaligen Munitionsdepot kritisch. Sehr kritisch sogar: Sie stünden den Bemühungen um Nachhaltigkeit und zum Flächensparen entgegen.
Strategie zur Nachhaltigkeit„Eine Stadt, die den Titel europäische Klimakommune trägt, sollte an einer Strategie zur Nachhaltigkeit arbeiten“, so Ines Schulte-Wilde, Sprecherin des heimischen Umweltverbands.

ch Siegen. Die Wiesen und Wäldchen auf dem Wellersberg polarisieren. Die einen, Teile der Politik und das Rathaus, möchten das Wohnen im Grünen ermöglichen, Bauland erschaffen. Die anderen wettern gegen die Bebauung des Naherholungsgebiets bzw. der beliebten Außenlage der Krönchenstadt. Auch der BUND sieht die Pläne für eine neue Siedlung an der Panzerstraße auf dem ehemaligen Munitionsdepot kritisch. Sehr kritisch sogar: Sie stünden den Bemühungen um Nachhaltigkeit und zum Flächensparen entgegen.

Strategie zur Nachhaltigkeit

„Eine Stadt, die den Titel europäische Klimakommune trägt, sollte an einer Strategie zur Nachhaltigkeit arbeiten“, so Ines Schulte-Wilde, Sprecherin des heimischen Umweltverbands. Immer neuer Bodenverbrauch gehe nur zu Lasten der Natur und des Klimas: „Es muss ernsthaft Schluss gemacht werden mit dem Freifahrtschein fürs Planieren!“
Im Gegenteil: Es müsse geprüft werden, welche Folgen ein Wohngebiet im Außenbereich nach sich ziehe, wenn hochwertiges Grünland womöglich nur eingeschossig überbaut werde. Wenn neue Straßen weiteren Verkehr nach sich zögen, wenn auf den Höhen der Luftaustausch gebremst werde, wenn Erholungsflächen für die Bevölkerung verloren gingen.

Argumente gegen Häuser im Grünen

Im Gegensatz zu den Gegenstimmen aus der Politik und der Initiative „Naturraum Wellersberg“ wird der BUND grundsätzlich. Ja, es geht den Naturschützern auch um Innenstadtverdichtung, aber vielmehr rückt das grundsätzliche Verhalten der Verwaltung in den Mittelpunkt. 
Die Kontra-Argumente:

  • Zentraler Wohnraum für die Älteren in der Stadtmitte: Die Innenentwicklung der Krönchenstadt sei künftig besonders im Hinblick auf eine ältere Bevölkerung wichtig. Es sei nötig, in Zentrumsnähe komfortablen, ökologisch eingebetteten, seniorengerechten Wohnraum zu schaffen, um die Lebensqualität der letzten Jahre durch Teilnahme an Kultur und und Infrastruktur zu steigern. Ines Schulte-Wilde: „Viele Ältere können dadurch im Gegenzug ihre zu groß gewordenen Häuser im Grünen für junge Familien frei machen.“
  • Bauen im Außenbereich einer Kommune ist zu einfach: Durch den geltenden „Betonparagrafen“ 13 b des Baugesetzbuches ohne Umweltprüfung, die Schonung von unbebautem Boden verhindert, haben die Rathäuser freie Hand, so der Umweltverband. Ursprünglich als Mittel gegen die Wohnungsnot in Ballungsräumen gedacht, werde der Paragraf vorwiegend in mittleren Städten wie der Krönchenstadt angewandt, stellt der der BUND fest, und Ines Schulte-Wilde beklagt: „Was nützen ambitionierte Ziele des Bundesumweltamts, wenn vor Ort der Bürgermeister weiterhin Siedlungen im Außenbereich vereinfachen und damit allen Bemühungen zur Stärkung von Ortskernen entgegenwirken kann?“
Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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