Bundeswehr sieht keine Gefährdung

 Die Bundeswehr weist in einer Stellungnahme den Verdacht von Gesundheitsrisiken durch das Radar auf dem Ebschloh in Erndtebrück zurück. Foto: Archiv
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bw - Die Anfrage der Erndtebrücker UWG-Fraktion zu möglichen gesundheitlichen Risiken der Radaranlage der Luftwaffe auf dem Ebschloh sorgt in der Edergemeinde und in den Ortschaften rund um die Bundeswehr-Zone für Gesprächsstoff. Kein Wunder, denn seit Jahrzehnten brodelt schon die Gerüchteküche, dass die Häufung an Krebserkrankungen mit der Strahlung des Radars zusammenhängen könnte. Die aktuelle Anfrage facht die Vermutungen wieder an. Für ein wenig Abkühlung sorgen da die Untersuchungen des Epidemiologischen Krebsregisters Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Münster. Dort liegen aussagekräftige Daten für die Diagnosejahre 2007 bis 2011 vor.

Nach der Auswertung der Fälle von Krebserkrankungen sowie für Leukämien und Schilddrüsenkrebs konnte das Institut keinen Anhaltspunkt für ein erhöhtes Vorkommen dieser Krebserkrankungen in Erndtebrück feststellen. Ein ähnliches Ergebnis hatte auch schon eine Anfrage gebracht, die FDP-Fraktionschef Heinz-Georg Grebe bereits im Mai 2003 an die Verwaltung weitergab. „Es ist ein sehr sensibles Thema“, stellte Heinz-Georg Grebe nun fest, „wenn damals etwas Belastendes gefunden worden wäre, dann wären wir an die Öffentlichkeit gegangen.“ Dennoch plädierte Heinz-Georg Grebe, über das Thema im nächsten Ältestenrat am 27. Januar zu sprechen. Die Ängste der Bürger müssten durch Fakten ausgeräumt werden.

Vielleicht hilft dabei die Stellungnahme der Bundeswehr. „Die Aufgabe eines Luftraumüberwachungsradars liegt – wie es der Name schon sagt – in der Überwachung des Luftraumes“, heißt es in dem von der SZ angeforderten Schreiben. „Somit wird der Radarstrahl vornehmlich nur den Luftraum abtasten. Dies führt auch zu einer geringen Exposition am Boden.“ Soll also heißen: Die Radarstrahlen sind gen Himmel gerichtet, nicht Richtung Tal. Die Radaranlage ARED (Aktives Radarrundsuchgerät für den Einsatzführungsdienst) werde dank der modernsten Empfänger- und Signalverarbeitungstechnik mit einer deutlich geringeren Sendeleistung als die bisherige Radaranlage betrieben werden können.

Weiter heißt es: „Die Bundeswehr wendet zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren elektromagnetischer Felder bei stationären Radar- und Funksendeanlagen, so auch beim ARED, die Grenzwerte der Verordnung über elektromagnetische Felder an.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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