Bunker für das Siegerlandmuseum

 Das Drohnenfoto zeigt die zwei Bunker in der Nachbarschaft zum Oberen Schloss, welches das Siegerlandmuseum beherbergt. Mit den beiden Betonbauten gewinnt das Museum etwa 1000 Quadratmeter Fläche. Im vorderen Bunker sollen Sonderausstellungen organisiert werden, im hintern Gebäude könnte die Stadt- und Wirtschaftsgeschichte unterkommen. Hinzu kommen multifunktionale Räume, sodass das Gesamtpaket aus dem Museum einen außerschulischen Lernort macht. Foto: kaio
  • Das Drohnenfoto zeigt die zwei Bunker in der Nachbarschaft zum Oberen Schloss, welches das Siegerlandmuseum beherbergt. Mit den beiden Betonbauten gewinnt das Museum etwa 1000 Quadratmeter Fläche. Im vorderen Bunker sollen Sonderausstellungen organisiert werden, im hintern Gebäude könnte die Stadt- und Wirtschaftsgeschichte unterkommen. Hinzu kommen multifunktionale Räume, sodass das Gesamtpaket aus dem Museum einen außerschulischen Lernort macht. Foto: kaio
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ch - Die Politik hat die Weichen gestellt: Der Rat der Stadt Siegen hat in seiner jüngsten Sitzung vor Weihnachten im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beschlossen, dass die Krönchenstadt die beiden Hochbunker an der Burgstraße erwerben soll. Die Betonbauten – im Zweiten Weltkrieg vom damaligen Oberbürgermeister Alfred Fißmer als Luftschutzbunker für die Siegener Bevölkerung errichtet – sollen zur Erweiterung des Siegerlandmuseums genutzt werden. Denn das überregional bekannte Museum im Oberen Schloss, in dem nicht nur großformatige Ölgemälde des Barockmalers Peter Paul Rubens hängen, sondern das sich der Kunst, der Kunstgeschichte und der Wirtschaftsgeschichte des Oberzentrums widmet, platzt aus allen Nähten.

Die Besucherzahlen dümpeln vor sich hin. Mit zwei Sonderausstellungen erreicht z. B. das Wilnsdorfer Museum – etwa wenn die Einrichtung unter Piratenflagge segelt oder das Mittelalter in seinen Mauern wieder aufleben lässt – mehr Menschen als das Siegerlandmuseum im ganzen Jahr (schlechteste Besucherzahl pro Jahr bislang: 12.000). Dabei hat das Museum auf dem Siegberg so viel zu bieten, dass es die Vielfalt gar nicht zeigen kann. Mehr als ein Drittel der Exponate bekommen die Besucher nicht zu Gesicht; was im Schloss präsentiert wird, muss auf geringer Fläche arrangiert werden, die zudem nur über verwinkelte und veraltete Zugänge zu erreichen sind. Sonderausstellungen sind enge Grenzen gesetzt.

Zweierlei ist nun zu tun. Zum einen wird der Erwerb der beiden Bunker vorbereitet. Sie sind noch im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BIMA, wie Eckhard Weidt von der Abteilung Stadtentwicklung im Siegener Rathaus erklärte. Für den Kauf und die Renovierung bzw. den Umbau der Bunker werde man Fördermittel aus dem 23-Mill.-Euro-Programm „Rund um den Siegberg“ umschichten, bestätigte Weidt. Zu den Kosten wollte er keine Angaben machen. Immerhin, der Umbau der Betonbauten lässt sich finanziell wie folgt umreißen: Das Mindestgebot für die Adressen Burgstraßen 13 und 15 lag bei 300.000 Euro. Und: Für die energetische Sanierung des Löhrtorbades waren im Stadterneuerungsprogramm rund 3,4 Mill. Euro vorgesehen. Die Sanierung ist mit den Plänen zum Neubau des Weidenauer Hallenbades hinfällig, die Steuerzahler-Millionen sind „frei“. Der Betrag kann für die Bunker eingesetzt werden, das Geld wird für die Erneuerung der Museumshülle genügen. Zum anderen wird in diesen Tagen das inhaltliche Konzept für das neue Museum bzw. für den Förderantrag geschrieben. „Wir arbeiten daran mit Hochdruck“, so Astrid Schneider. Die Zeit läuft, nein, sie rennt. Ende 2020 schon, Anfang 2021 soll die Museumserweiterung am neuen Standort umgesetzt werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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