Buschhütten bereits belastet

Widerstand regt sich bereits seit Jahren gegen die geplante Südumgehung - wie dieses Plakat im Mattenbachtal zeigt. Foto: Jan Schäfer
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js - Extremen Belastungen sehen sich die Bewohner des südlichsten Kreuztaler Stadtteils ausgesetzt – und das bereits seit Jahrzehnten. „Wieso immer Buschhütten?“, wollte am Mittwoch eine Bürgerin wissen, die beim Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren ihre vor fast vier Jahren schriftlich vorgebrachte Einwendendung untermauerte. Die geplante Südumgehung hat nicht nur Auswirkungen auf Natur und Umwelt, sondern auch auf die Menschen. Um genau die ging es im Finale der immerhin zweieinhalbtägigen Anhörung.

Die Historie spielt im Planfeststellungsverfahren nicht gerade eine Hauptrolle, dennoch wurde sie aus der Sicht Betroffener in Erinnerung gerufen. Im Laufe der Jahre pulsierten die Verkehrsachsen in Buschhütten in zunehmendem Maße. Die alte Bundesstraße in Richtung Siegen, die Bahnstrecke samt Rangierbahnhof, der Neubau der Hüttentalstraße, demnächst noch ein ertüchtigtes Containerterminal samt zusätzlicher Lastwagenfuhren – die Bürger sprachen von einem durchschnittenen Ort, dessen „letztes Naherholungsgebiet“ jetzt auch noch „geopfert“ werden solle. Das Mattenbachtal sei eine beliebte „Oase“, die den Buschhüttenern noch Ruhe biete und von vielen Spaziergängern genutzt werde. Zudem befinde sich hier ein Freibad, dessen Einzugsgebiet über die Stadtgrenzen hinausreiche. „Das wird uns alles kaputt gemacht für eine bessere Verbindung hauptsächlich Ortsfremder“, hieß es von den Einwendern, die nicht nur den Verlust von Lebensqualität, sondern auch eine Wertminderung ihrer Immobilien befürchten.

Die anwesenden Einwender zweifelten allesamt den Nutzen der geplanten B 508 n an und machten sich vielmehr für alternative Entlastungen stark. Im Fokus stand für sie die Ertüchtigung der jetzigen B 508 in Kreuztal und Ferndorf. Zentraler Kritikpunkt war abermals das Nadelöhr zwischen HTS-Anschluss und Hauptkreuzung Kreuztal. Die sei einfach zu schmal gebaut worden, meinten die Bürger. „Die Lösung dafür ist die Südumgehung“, entgegnete der Landesbetrieb.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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