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Keine Zahlung mit Karte möglich
Busse der VWS: Immer noch im Münz-Zeitalter

Einen Digitalisierungsschub soll es im ÖPNV geben, aber bis zum Großstadtniveau ist es noch ein weiter Weg.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ihm Siegen. Einsteigen und losfahren – ohne nach Kleingeld zu suchen, ohne beim Fahrer Schlange zu stehen: Das könnte das Busfahren einfacher und bequemer machen. Stefan Wied, der stellv. Geschäftsführer des ZWS (Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd) hat eine Vision dieser unkomplizierten Mobilität. Zum 1. Dezember plant der ZWS die Einführung des „E-Tarifs“. Ob das wirklich gelingt, sei noch nicht ganz sicher, sagt Wied. Aber der E-Tarif würde angemeldeten Nutzern der VWS-App das Leben leichter machen. Die App erkennt, wenn man in den Bus ein- und aussteigt. Nach Ende der Fahrt errechnet sie den günstigsten Tarif und bucht den Preis direkt vom Konto ab.
Bis dahin aber geht Busfahren noch anders.

ihm Siegen. Einsteigen und losfahren – ohne nach Kleingeld zu suchen, ohne beim Fahrer Schlange zu stehen: Das könnte das Busfahren einfacher und bequemer machen. Stefan Wied, der stellv. Geschäftsführer des ZWS (Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd) hat eine Vision dieser unkomplizierten Mobilität. Zum 1. Dezember plant der ZWS die Einführung des „E-Tarifs“. Ob das wirklich gelingt, sei noch nicht ganz sicher, sagt Wied. Aber der E-Tarif würde angemeldeten Nutzern der VWS-App das Leben leichter machen. Die App erkennt, wenn man in den Bus ein- und aussteigt. Nach Ende der Fahrt errechnet sie den günstigsten Tarif und bucht den Preis direkt vom Konto ab.
Bis dahin aber geht Busfahren noch anders. Gelegenheitsfahrer – und solche ohne Handy und App – müssen das Ticket im Bus kaufen und bar bezahlen. „Das wird vorerst nicht anders werden“, sagt Stefan Wied.

Digitale Fahrgastinformationssysteme an den Haltestellen

Immerhin soll es an den Haltestellen komfortablere Auskünfte geben. Dank digitaler Fahrgastinformationsssysteme. Bis jetzt gibt es im ZWS-Gebiet nur zwei Stationen, die damit ausgerüstet sind: Kölner Tor und ZOB Siegen. Wied: „20 weitere Stationen sollen folgen.“
Die Herausforderung für die Technik ist groß. Denn die Info-Tafeln sollen nicht einfach den Fahrplan widerspiegeln, sondern auch Verspätungen in Echtzeit anzeigen und die Kunden über die Anschlussmöglichkeiten informieren. Die Busse geben ihre Positionsdaten via GPS an den Verkehrsrechner der VWS. Welche Auswirkungen eine zweiminütige Verspätung auf die Fahrtstrecke des einzelnen Kunden hat, kann dieser im besten Fall sofort erkennen.

Apps für den ÖPNV Wer Bus und Bahn fährt, kommt ohne passende App eigentlich nicht aus. Für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe ist das die VWS-App. Im benachbarten Kreis Altenkirchen sind die Apps von VRS und VRM am Start. Die besagten Applikationen liefern Fahrplanauskünfte, zeigen Störungen und Verspätungen an und erlauben auch die Planung komplexerer Fahrten. In Rheinland-Pfalz hat die App die Funktion „Handyticket“. Für die ausgewählte Fahrtstrecke kann man in der App gleich das passende Ticket online kaufen. Das funktioniert wie bei der Bahn-App. Diese Funktion bietet die VWS-App nicht.

Auch die Busfahrer können auf Aktuelles reagieren. Wenn das System ihnen mitteilt, dass noch Fahrgäste ihren Anschluss brauchen, dann können die Busse an der Haltestelle unter Umständen noch warten. Natürlich darf der weitere Plan nicht komplett durcheinander geraten. Stefan Wied: „Die Anschlusssicherung ist eine komplexe Sache, das ist bei der Bahn viel einfacher.“

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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