Campus-App löst Mensapläne ab

In den - noch leeren - Hörsälen der Uni Siegen werden ab dem Wintersemester keine Mensapläne mehr studiert. Die gibt es dann nämlich nur noch über das Internet oder die neue "Campus-App".	Foto: db
  • In den - noch leeren - Hörsälen der Uni Siegen werden ab dem Wintersemester keine Mensapläne mehr studiert. Die gibt es dann nämlich nur noch über das Internet oder die neue "Campus-App". Foto: db
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db - Was seit vielen Jahren etlichen Studenten über die weniger interessanten Vorlesungen hinweg geholfen hat, wird zum kommenden Wintersemester verschwinden: die Mensapläne. Nicht selten rückte das eigentliche Studium gegenüber jenem der Speisekarten in den Hörsälen in den Hintergrund. Wenn Siegener Studenten ab dem neuen Wintersemester wissen wollen, welche Gerichte es in der Mensa gibt, dann müssen sie ab sofort nicht mehr zwischen Collegeblock und den losen Kopien ihrer Seminartexte nach dem aktuellen Speiseplan suchen. Ein Blick auf das sowieso immer griffbereite Smartphone reicht. Möglich macht das die "Campus-App".

Idee kam von den Studenten

Die Uni ist eine von bisher drei Hochschulen in Deutschland, die ihren Studenten diese Plattform anbieten. Möglich gemacht hat es das Studentenwerk. In dessen Verwaltungsrat sitzen drei Studenten, die die Thematik in einer Sitzung ansprachen. "Der Impuls zur App", erklärt der Geschäftsführer des Studentenwerkes, Detlef Rujanski, gegenüber der SZ, "kam von den Studierenden." Die wären zwar immer begeistert gewesen vom Mensaplan, mittlerweile sei er aber "nicht mehr ihre Liga", so Rujanski. Untermauert hätten sie ihren Vorschlag mit den möglichen Kostenersparnissen durch den Verzicht auf Papier. Besser noch: Die Applikation hat das Studentenwerk keinen Euro gekostet. Auch für die Nutzer entstehen keine Ausgaben. Doch nicht alle Studenten haben ein Smartphone - wird der Mensabesuch für sie also jeden Tag eine Überraschung? "Nein", beruhigt Detlef Rujanski, "es wird weiterhin die Ausstellungsvitrinen geben und auch über unsere Homepage ist der Plan noch abrufbar."

Das Schwarze Brett 2.0

Die App funktioniert nicht nur als digitaler Mensaplan, sondern bietet den Siegener Nutzern auch verschiedene andere hilfreiche Informationen. Sechs Rubriken gibt es: Mensa, Marktplatz, Stadtplan, Events, Service und Jobs. Der Speiseplan ist aufgeteilt in die verschiedenen Menüs und nach Standorten sortiert. So können die Studenten die Angebote für die Mensen auf dem Adolf-Reichwein- und dem Emmy-Noether-Campus sowie für die Cafeterien und das Restaurant "ars mundi" einzeln und samt Preisen abrufen. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, die einzelnen Gerichte zu bewerten und so anderen Studenten bei der Auswahl zu helfen. Ein "Schwarzes Brett 2.0" ist der Marktplatz. Sowohl Angebote als auch Gesuche können hier kostenlos von Privatpersonen inseriert werden. Das geht ganz unkompliziert: Direkt über die App wird der Artikel eingegeben oder eben gesucht. Eine E-Commerce-Plattform ist die App aber nicht. Der Verkauf läuft nämlich nicht über die Software, den regeln Anbieter und Verkäufer unter sich. 

Finanzierung durch Anzeigen

Praktisch, besonders für ortsfremde Studenten, ist der integrierte Stadtplan, basierend auf Google Maps. Er zeigt alle wichtigen Einrichtungen, Betriebe und Verwaltungsgebäude der Universität und des Studentenwerkes. Zusätzlich gibt es Bars, Restaurants oder sonstige Locations. Was der App fehlt, ist ein Navigationsangebot, das die Studenten zum jeweiligen Ziel führen könnte.
Finanziert wird die App durch Gewerbetreibende, die sich auf verschiedenste Weise präsentieren können. Ihre aktuellen Stellenangebote können sie in der Rubrik "Jobs" anbieten und müssen dafür ebenso bezahlen wie für das Bewerben ihrer Events oder das Schalten von klassischer Bannerwerbung. Auch spezielle "Deals", also Rabattangebote etc., wird es geben. Bisher dabei sind verschiedene Siegener Veranstalter wie die Siegerlandhalle, das Apollo-Theater oder auch das Kulturhaus Lyz sowie natürlich die Uni selbst. "Die üblichen Verdächtigen", wie Detlef Rujanski mit einem Lachen feststellt. 
Die Applikation läuft auf allen gängigen Smartphones mit einem iOS- oder Android-Betriebssystem. Herunterladen kann man sie aus dem AppStore oder dem Google Play Store.

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Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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