CDU-Mann will Feste ausrichten

Noch ist „Siegen - zu neuen Ufern“ eine große Baustelle. Wenn alles fertig ist, möchte CDU-Mann Ingo Janson gerne ein Fest ausrichten. Foto: kalle
  • Noch ist „Siegen - zu neuen Ufern“ eine große Baustelle. Wenn alles fertig ist, möchte CDU-Mann Ingo Janson gerne ein Fest ausrichten. Foto: kalle
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kalle - Dass gerade in der Kommunalpolitik das politische Ehrenamt mit privaten beruflichen Dingen vermischt wird, ist nichts Ungewöhnliches und beileibe nichts Neues. Aktuell sorgt ein so gelagerter Fall für Stirnrunzeln innerhalb des Politikbetriebes in Siegen. Es geht unter anderem um einen Antrag, den die Siegener „Jamaika-Koalition“ im Wirtschaftsförderungsausschuss gestellt hat. Hier machte sich das schwarz-grün-gelbe Trio für das erste Stadtfest seit dem Jahr 2003 stark. Ein genauer Termin für das Fest kann aus dem Antrag nicht herausgelesen werden. Ganz vorne an der Befürworterfront für das Fest steht Ingo Janson, der stellv. Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Rat der Stadt Siegen. Kaum lag der gemeinsame Antrag von CDU, Grünen und FDP auf dem Tisch, da gab Janson in einem Hörfunkinterview bereits bekannt, wie wichtig solche Feste für das Zusammenleben der Siegener Bürger seien und dass sie nun auch umgesetzt werden sollten.

Nun könnte man sagen, dass die Initiative von Janson, der im Hauptberuf als Inhaber eine Veranstaltungsagentur leitet und zusätzlich als Mitarbeiter im Büro des CDU-Landtagsabgeordneten Jens Kamieth beschäftigt ist, ein gutes Beispiel dafür ist, mit persönlichem Engagement das Festtreiben der Stadt neu zu beleben. Kritisch könnte die Angelegenheit gesehen werden, wenn man weiß, dass Janson seine Visitenkarte schon für ein anderes großes Fest auf dem Tisch des Bürgermeisters Steffen Mues (CDU) platziert hat. Die Stadt Siegen hat bestätigt, dass sich die Firma von Ingo Janson für die Umsetzung einer Abschlussfeier des Projekts „Siegen – Zu neuen Ufern“ „empfohlen“ hat. Dabei handele es sich um eine schriftliche Vorstellung seines Unternehmens bzw. des angebotenen Leistungsspektrums.

Die Stadt Siegen erklärte dazu: Selbstverständlich wird sich die Universitätsstadt Siegen – so es zu einer externen Vergabe von Leistungen in diesem Zusammenhang kommt – an gültiges Vergaberecht halten und ein ordnungsgemäßes Verfahren einleiten. „In diesem Zusammenhang wäre es der Firma von Herrn Janson natürlich möglich, ein Konzept und ein entsprechendes Angebot vorzulegen“, so die Stadt Siegen.

Auch bei der Ausführung des Weihnachtsmarktes, so ist in der Jamaika-Koalition nach SZ-Informationen besprochen worden, will der Politiker und Agenturchef Janson neue Verhältnisse schaffen. Bisher lag der Durchführung des Weihnachtsmarktes in Siegens Mitte ein Vertrag aus dem Jahr 2006 zugrunde. Dieser Vertrag wurde zwischen der Firma Koenitz, der GSS und der Stadt Siegen geschlossen und vor einigen Jahren wieder um fünf Jahre erneuert. Hier möchte die Jamaika-Koalition auf Wunsch der CDU Änderungen erreichen.

Janson bestätigte die SZ-Infos: „Warum soll ich mich komplett in Siegen raushalten, wir haben schon große Veranstaltungen in anderen Städten abgewickelt. Das ist für meine Agentur normales Geschäft!“ Das geplante Stadtfest, für das es noch keinen Termin gebe, sei jedoch nicht mit dem Fest im Rahmen der Abschlussarbeiten „Siegen – Zu neuen Ufern“ in Verbindung zu bringen. Befragt zu den Plänen in Sachen Weihnachtsmarkt wollte sich Janson nicht erklären. Dies sei alleinige Sache der Stadtverwaltung. Zu der Frage, ob das Thema auch in einer Jamaika-Koalitionsrunde besprochen worden sei, wollte sich Ingo Janson nicht äußern.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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