Kleine Kindergärten fördern
Chancen für Dorf-Kitas

Dorfkinder spielen zusammen, leben zusammen, wachsen zusammen auf. Dazu gehört die Kita um die Ecke, in der man sich jeden Tag trifft.
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  • Foto: wette
  • hochgeladen von Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin)

ihm Siegen. „Sehr überrascht“ zeigte sich Michael Plügge (SPD), der Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses, am Dienstagnachmittag, als Sozialdezernentin Helge Klinkert und Jugendamtsleiterin Pia Cimolino eine neue Marschroute in der Kita-Planung vorstellten. Was in den vergangenen Jahren auf den Dörfern in Siegerland und Wittgenstein immer wieder beklagt worden war, soll sich ändern: Der Kindergarten im Dorf bekommt wieder eine Chance.

Dörfer sterben nicht aus

Auch wenn die meisten Träger aus organisatorischen Gründen eine mehrgruppige Einrichtung bevorzugen, sollen nun auch Ein- oder Zweigruppen-Kindergärten wieder machbar sein. Helge Klinkert erinnerte daran, dass man aus den alarmierenden Demografieprognosen früherer Jahre den Schluss habe ziehen müssen, dass die Bevölkerung zurückgeht, dass die Dörfer aussterben und dass immer weniger Kinder geboren werden. „Dieser Wandel ist so ist nicht eingetreten.“ Die Dörfer seien weiter lebensfähig und die Leute bekämen landauf, landab Kinder: „Die Vier-Kind-Familie ist schon keine Ausnahme mehr, drei Kinder sind fast normal.“

Land fördert jeden nötigen Platz

Politisch habe man das Ziel, die Dörfer zu stärken. Wenn ein Kind dann eine kleine Kita im eigenen Ort statt die große im Zentralort der Großgemeinde besuche, entwickele es vermutlich auch eine engere Bindung an sein Heimatdorf. Dass die Landesregierung mit einem Erlass im April festgelegt hat, dass jeder notwendige Kita-Platz bewilligt und investiv gefördert wird, dürfte den Paradigmenwechsel im Kreis, dem der Jugendhilfeausschuss einmütig zustimmte, erleichtert haben. Das Argument umweltschonender Mobilität (Fußweg statt Taxi Mama) musste da gar nicht mehr ins Feld geführt werden.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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