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Gegen biometrische Massenüberwachung
Chaos Computer Club Siegen beteiligt sich an Kampagne

Der Chaos Computer Club Siegen beteiligt sich an der Kampagne „Reclaim Your Face! Gegen biometrische Massenüberwachung“.
  • Der Chaos Computer Club Siegen beteiligt sich an der Kampagne „Reclaim Your Face! Gegen biometrische Massenüberwachung“.
  • Foto: Pixabax
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

juka Siegen. Der Siegener Ableger des Chaos Computer Clubs (CCC) beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne „Reclaim Your Face! Gegen biometrische Massenüberwachung“. Die Forderungen sind dabei klar formuliert: „Wir wünschen uns eine Kehrtwende weg von Massenüberwachung hin zur informationellen Selbstbestimmung“, erklärt Siegens CCC-Pressesprecher Karsten Hiekmann gegenüber der SZ. Insbesondere letzteres würde die Lebensqualität einer Gesellschaft und ihre kulturelle Leistung schützen.Kritik übt der Verein dabei auch an der Vorgehensweise der Politik. „Wir kritisieren die Doppelmoral der Politiker, die auf die selbe Entwicklung der Massenüberwachung in der Volksrepublik China mit dem Finger zeigen und dennoch bei uns vorantreiben“, erläutert Hiekmann.

juka Siegen. Der Siegener Ableger des Chaos Computer Clubs (CCC) beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne „Reclaim Your Face! Gegen biometrische Massenüberwachung“. Die Forderungen sind dabei klar formuliert: „Wir wünschen uns eine Kehrtwende weg von Massenüberwachung hin zur informationellen Selbstbestimmung“, erklärt Siegens CCC-Pressesprecher Karsten Hiekmann gegenüber der SZ. Insbesondere letzteres würde die Lebensqualität einer Gesellschaft und ihre kulturelle Leistung schützen.Kritik übt der Verein dabei auch an der Vorgehensweise der Politik. „Wir kritisieren die Doppelmoral der Politiker, die auf die selbe Entwicklung der Massenüberwachung in der Volksrepublik China mit dem Finger zeigen und dennoch bei uns vorantreiben“, erläutert Hiekmann. Dabei gebe es keine Hinweise darauf, dass biometrische Massenüberwachung in der Vergangenheit ihr Ziel erreicht hat. „Es fehlt seit Jahren eine Evidenz basierte Auseinandersetzung“, bemängelt der Club.

G20-Gipfel als mahnendes Beispiel

Da die Massenüberwachung jedoch noch nicht ausgerollt sei, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, sich für die informationelle Selbstbestimmung einzusetzen. „Wir wünschen uns von der Politik, dass sie das Recht aller, am öffentlichen Leben teilzunehmen, verteidigt. Auch die konservative Weltanschauung stellt sich gegen Generalverdacht und gläserne Bürger“, stellt Hiekmann klar.Als mahnendes Beispiel wird in der Kampagne der G20-Gipfel angeführt, bei dem vier Tage rund 100 Terabyte Bildmaterial gesammelt worden und nachträglich biometrisch analysiert worden seien. Insgesamt werde in vielen Städten an einer Vorratsdatenspeicherung der Offline-Welt gearbeitet. Dieses technische Aufrüsten fände ohne Beachtung der Risiken und Nebenwirkungen statt.
„In Hamburg etwa überwachen 190 Kameras den Hauptbahnhof, Bilder von hervorragender Qualität werden bis zu dreißig Tage lang gespeichert. Am wenige Hundert Meter entfernten Hansaplatz sind Kameras sogar auf Wohnzimmer gerichtet. Auch in Köln werden Bürgerinnen nun von modernsten Kameras überwacht“, lautet der Vorwurf in der Kampagne. Solche Verhältnisse möchte der CCC in Siegen verhindern.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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