Christoph Bald ballte Siegerfaust

 André Kloos (l.) und Christian Hainbach (r.) trugen ihren neuen Schützenkönig auf Schultern über den Schützenplatz.  Tolle Atmosphäre herrschte bereits am Freitagabend beim Mitternachtsfest.  Benedikt Göhrke ist der neue Geck der Berleburger Schützen.  Gebannt verfolgten die vielen Zuschauer den Wettbewerb an der Vogelstange.  Der neue Hofstaat der Berleburger Schützen präsentierte sich gestern Nachmittag vor der Volksbank an der Poststraße.  Prinzessin Benedikte und Prinz Gustav waren gestern zur Polonaise mit den Majestäten des Schützenvereins gekommen.  Schützenkönig Christoph Bald und Schützenkönigin Anke Althaus genossen das Bad in der Menge gestern sichtlich.  Die Teilnehmer des Festzuges in der Bad Berleburger Stadtmitte bekamen wiederum jede Menge Beifall.  „Seht her, mit diesem Schuss habe ich alles klar gemacht“ – Christoph Bald, der neue König der Berleburger Schützen, nahm im Anschluss einen tiefen Schluck auf dem (großen) Glas. Fotos: vö (4)/fhe (3)/cm (2)
  • André Kloos (l.) und Christian Hainbach (r.) trugen ihren neuen Schützenkönig auf Schultern über den Schützenplatz. Tolle Atmosphäre herrschte bereits am Freitagabend beim Mitternachtsfest. Benedikt Göhrke ist der neue Geck der Berleburger Schützen. Gebannt verfolgten die vielen Zuschauer den Wettbewerb an der Vogelstange. Der neue Hofstaat der Berleburger Schützen präsentierte sich gestern Nachmittag vor der Volksbank an der Poststraße. Prinzessin Benedikte und Prinz Gustav waren gestern zur Polonaise mit den Majestäten des Schützenvereins gekommen. Schützenkönig Christoph Bald und Schützenkönigin Anke Althaus genossen das Bad in der Menge gestern sichtlich. Die Teilnehmer des Festzuges in der Bad Berleburger Stadtmitte bekamen wiederum jede Menge Beifall. „Seht her, mit diesem Schuss habe ich alles klar gemacht“ – Christoph Bald, der neue König der Berleburger Schützen, nahm im Anschluss einen tiefen Schluck auf dem (großen) Glas. Fotos: vö (4)/fhe (3)/cm (2)
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fhe/vö - War das ein Jubel auf dem Berleburger Schützenplatz: Christoph Bald, Geschäftsführer des Schützenvereins Berleburg, sicherte sich am Samstag auf dem Schützenplatz ein vielleicht noch viel wichtigeres Amt – das allerdings zeitlich definitiv auf ein Jahr befristet ist: Der 50-Jährige ist neuer Schützenkönig in der Odebornstadt und regiert in den nächsten zwölf Monaten das Schützenvolk an der Seite von Anke Althaus. Mit einem packenden Vogelschießen vor großer Zuschauerkulisse knüpfte der Schützenverein Berleburg nahtlos an den beeindruckenden Festauftakt am Freitag mit Großem Zapfenstreich am Schlosshof und Mitternachtsfest auf dem Goetheplatz an (die Siegener Zeitung berichtete aktuell)..

Mürbe gemacht hatten sie ihn ordentlich, den Schützenvogel der Berleburger im 178. Vereinsjahr – und dann ging es Schlag auf Schlag: Carsten Schäfer, Mark Hummelsiep, Martin Sonneborn und Christoph Bald waren am Samstag nach der obligatorischen Vergatterung nicht mehr zu bremsen und ein Schuss folgte dem nächsten.

Ein fairer Vierkampf unter der Vogelstange hatte begonnen und sollte zu keiner Zeit langweilig werden. Denn die vier Anwärter auf die Königswürde schenkten sich zu fortgeschrittener Zeit absolut nichts: Immer mehr durchlöchert hatten sie den Rumpf des hölzernen Aars, dann hätte es mit jedem Schuss passieren können. Ein Spektakel, das sich hunderte Zuschauer hinter den Zäunen nicht entgehen ließen. Auch das Wetter sollte am Mittag und Nachmittag noch bestens mitspielen, als es um alles oder nichts ging.

Gute Karten hatte zunächst eigentlich die dritte Kompanie mit den beiden Königsanwärtern Carsten Schäfer als Schießwart und ehemaliger Sportleiter sowie Schützenoffizier Martin Sonneborn. Geschäftsführer Christoph Bald startete aus der ersten Kompanie, die zweite Kompanie wurde von Mark Hummelsiep in dem hart umkämpften Wettbewerb vertreten. Nach einer Stunde, 20 Minuten und 253 Schuss stand es dann fest: Schützenbruder Christoph Bald war es, der die Siegerfaust ballen konnte und das Vogelschießen der Extraklasse beendete. Der Bankkaufmann hatte dann kaum Zeit, das Geschehene zu realisieren, sondern wurde sogleich von seinen Vereinskollegen André Kloos und Christian Hainbach geschultert und über den Schützenplatz getragen.

Mit dem letzten Schuss auf den Vogel war ihm das geglückt, was er sich in diesem Jahr zum ersten Mal vorgenommen hatte – in den vorherigen Jahren hatten Christoph Bald oft die Schwingen des Aars gereicht, dann stieg er aus dem Rennen aus. Diesmal aber sollte es mehr sein und das war dem 50-jährigen Berleburger auf Anhieb geglückt. Hier und da hatte man es schon gemunkelt, dass der Sparkassen-Angestellte im Immobilien-Bereich auch auf den Vogel halten wollte, durchblicken lassen hatte er das aber erst kurz vorher.

Zur Königin erwählte sich Christoph Bald die Berleburgerin Anke Althaus (geb. Berge), selbst auch begeisterte Schützenfestgeherin. „Angesteckt“ dazu wurde sie von ihrem Arbeitskollegen, niemand anderes als der 2. Vorsitzende Carsten Zumrode, der ihr im Büro gegenüber sitzt. „Wie im Film“ sei es gewesen – auch Anke Althaus konnte es zunächst kaum fassen, die neue Königin der Berleburger zu sein. Schützenfesterfahrung ist bei ihr jedenfalls genug vorhanden: Die gebürtige Balderin war nicht nur bereits im Jahr 2008 beim Bruder ihres Königs, Thomas Bald, im Hofstaat, auch dem Hofstaat von König Thorsten Harth in Schüllar-Wemlighausen gehört sie an. „Aus einer Bierlaune heraus“ sei das Versprechen seiner Königin schon vor einiger Zeit entstanden, erinnerte sich Christoph Bald im Gespräch mit der SZ: „Jetzt kam es nur noch auf den Zeitpunkt an“ – der richtige sollte es in diesem Jahr dann sein. Ein besonderes Utensil wird der neue König aus der Haspelstraße dann ebenfalls mit sich tragen: Es war der Wunsch von Jubiläumskönig Ernst Friedrich Schneck, der das Schützenvolk vor genau 50 Jahren regierte, dass sein Degen zu seinem Jubiläum noch einmal getragen werde – diesem Anliegen kam Christoph Bald gerne nach. Die Preise des Schützenvogels teilten sich Johannes Röhl (Krone), Christian Schneider (Zepter) und Achim Höse (Reichsapfel). Neuer Geck des Schützenvereins Berleburg ist Benedikt Göhrke.

Der Samstagabend stand dann – wohl oder übel – auch im Zeichen des Fußballs, denn mit einer Großblild-Leinwand waren die Organisatoren auch für die zahlreichen Fußball-Fans unter den Gästen gewappnet. So konnten die vielen Schützenbrüder und –schwestern nicht nur ihren König feiern, sondern auch gleich noch die deutsche Mannschaft.

Am gestrigen Sonntag lachte dann sogar die Sonne vom blauen Berleburger Himmel herunter: Viele hundert Zuschauer säumten am frühen Nachmittag die Straßen in Bad Berleburg, um Christoph Bald und Anke Althaus – dem neuen Schützenkönigspaar – sowie ihrem Hofstaat zu applaudieren. Danach ging es erneut hinauf zum Schützenplatz, wo die Polonaise zusammen mit Benedikte Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg nur einer von vielen Höhepunkten zum stimmungsvollen Festausklang war.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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