Cindy aus Marzahn rockt Siegen

 Geballte Berlin-Power im schmuckem pinkfarbenen Jogging-Anzug: Cindy hatte in der bis auf wenige Plätze ausverkauften Siegerlandhalle am Sonntagabend alles fest im Griff. Foto: kaio
  • Geballte Berlin-Power im schmuckem pinkfarbenen Jogging-Anzug: Cindy hatte in der bis auf wenige Plätze ausverkauften Siegerlandhalle am Sonntagabend alles fest im Griff. Foto: kaio
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ba - Dass sie die Farbe Pink liebt, wissen die Fans von Cindy aus Marzahn. Dass sie eine typische Berliner Kodderschnauze hat, auch. Dass sie aber alles und jeden beobachtet, versetzte ihr Publikum, das am Sonntagabend die Siegerlandhalle fast bis auf den letzten Platz besetzte, um Cindys aktuelles Programm „Pink is bjutiful“ zu genießen, in unerwartete Unruhe. „Ich sehe Euch alle. Ich beobachte jeden“, drohte Cindy und zeigte, dass sie es ernst meinte. Heimlich zur Toilette schleichen? Fehlanzeige. Mit dem Handy filmen? Unmöglich. Fotos für die Zeitung knipsen? Riskant. Als Hallen-Aufpasser lässig am Geländer lehnen? Unverzeihlich.

Denn Cindy aus Marzahn alias Ilka Bessin hatte anscheinend von ihrem Moderatoren-Trip ins Big Brother-Genre eine Menge abgeschaut. Ihrem aufmerksamen Blick entging nichts. So richtete sie trotz lockerer Plauderei mit dem Publikum, bei der gelegentliche Seitenhiebe auf ihren Moderatoren-Kollegen Oliver Pocher nicht fehlen durften, ihr Augenmerk  immer wieder auf derartige Unarten. Sehr zum Amüsement derer, die ungeschoren davon kamen. Denn obwohl Cindy gemütlich, in kuscheligem Prinzessinnen-Pink in ihrem legendären Jogging-Anzug des Weges kam, hatte sie es doch faustdick hinter den Ohren.

So machte sie ihrem männlichen Publikum anzügliche Angebote, die im krassen Gegensatz zum zuckersüßen Candyshop-Bühnen-Ambiente standen, lästerte über die Blödheit und Hässlichkeit ihrer besten Freundin Britney, die der Liebe wegen in den Senegal gezogen ist, und beklagte, getragen vom mitleidsvollen „Ooooohhhhh“ des Publikums, dass ihre Tochter Jennifer Justine Chayenne Chantal Janise, kurz Jennili, das Weite gesucht hat. Kein Wunder, dass das Publikum die von ihr angedrohte „Lange Nacht der Cindy aus Marzahn“ mit Freude akzeptierte.

War doch außerdem eine spezielle Überraschung angekündigt, die sich als Jacqueline Feldmann entpuppte, die den dritten Platz beim RTL Comedy Grand Prix belegt hatte. Kritisch beäugt vom Publikum konnte das Plettenberger Nachwuchstalent als Ghetto-Bitch restlos überzeugen und seiner Mutter Uschi mit einem gelungenen Auftritt ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk machen. Cindy machte in fast drei Stunden klar, welches Lebensmotto sie nach wie vor konsequent verfolgt. Ein Motto, dessen schlichte Worte ausdrücken, was Cindy auf der Bühne leidenschaftlich verkündet: „Ist dein Leben noch so oll, think es einfach bjutiful“.

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