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Mehr Impfstoff ab Mai
Corona-Impfung: Großer Andrang auf Hausarztpraxen

Die Wartelisten in den Praxen der Hausärzte werden immer länger. Ab Mai soll mehr Corona-Impfstoff verfügbar sein.
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  • Die Wartelisten in den Praxen der Hausärzte werden immer länger. Ab Mai soll mehr Corona-Impfstoff verfügbar sein.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

gro Siegen. Eigentlich dauert der kleine Piks der Corona-Schutzimpfung nur einen Atemzug lang. Viele brauchen jedoch jetzt einen langen Atem, um an die begehrte Impfung zu kommen. Denn der Run auf die Impftermine geht weiter. Neben den Impfzentren sind jetzt vor allem die Hausarztpraxen im „Impfstress“.
Vorrang haben zunächst die eigenen Patienten der höchsten Risikogruppe. Dennoch können sich auch andere Patienten auf eine Warteliste schreiben. In vielen regionalen Hausarztpraxen nehmen diese Listen inzwischen kein Ende mehr. Immer mehr Menschen wollen die langersehnten Impfung bekommen. Die meisten müssen sich jetzt jedoch in Geduld üben – denn der Impfstoff, der den Hausärzten derzeit zur Verfügung steht, reicht längst nicht für alle aus.
Belastung für das Personal bei Dr.

gro Siegen. Eigentlich dauert der kleine Piks der Corona-Schutzimpfung nur einen Atemzug lang. Viele brauchen jedoch jetzt einen langen Atem, um an die begehrte Impfung zu kommen. Denn der Run auf die Impftermine geht weiter. Neben den Impfzentren sind jetzt vor allem die Hausarztpraxen im „Impfstress“.
Vorrang haben zunächst die eigenen Patienten der höchsten Risikogruppe. Dennoch können sich auch andere Patienten auf eine Warteliste schreiben. In vielen regionalen Hausarztpraxen nehmen diese Listen inzwischen kein Ende mehr. Immer mehr Menschen wollen die langersehnten Impfung bekommen. Die meisten müssen sich jetzt jedoch in Geduld üben – denn der Impfstoff, der den Hausärzten derzeit zur Verfügung steht, reicht längst nicht für alle aus.

Belastung für das Personal bei Dr. Michael Klock

Dies erleben auch Dr. Michael Klock und sein Praxisteam. Das Telefon stehe an vielen Tagen nicht mehr still. „Die erhöhte Nachfrage ist natürlich auch für das Personal eine erhebliche zusätzliche Belastung“, betont der Hausarzt, der sich unter anderem auch im hiesigen Impfzentrum engagiert. In der nächsten Woche werde den Hausarztpraxen jedoch wieder mehr Impfstoff zur Verfügung stehen. Aber eben auch das eher unbeliebte AstraZeneca-Vakzin. „Wir müssen teilweise zunächst lange Überzeugungsarbeit leisten. Das ist sehr zeitaufwendig, aber notwendig um den Patienten die Ängste zunehmen“, erklärt Klock.

Michael Klock.

Er bemerke auch, dass es immer mehr Patienten gebe, die sich lieber bei ihrem Hausarzt impfen lassen wollen und ihre Termine im Impfzentrum verfallen ließen. „Viele Hausarztpraxen haben einfach nicht die notwendigen Kapazitäten alle Patienten schnellstmöglich zu testen, sodass ich den Impfwilligen nur ans Herz legen kann, wenn möglich den Impftermin in einem Impfzentrum wahrzunehmen“, fügt Dr. Michael Klock hinzu.

Dr. Charles Adarkwah fällt die langfristige Planung schwer

Zudem ist laut Dr. Dr. Charles Adarkwah eine langfristige Planung in den Praxen sehr schwierig: „Wir können in der Regel immer nur für eine Woche planen, weil wir nicht genau wissen, wie viele Impfdosen wir in der nächsten Woche zur Verfügung haben.“ Dennoch ist er mit seinem Team sehr zufrieden und blickt weiterhin positiv in die Zukunft. „In unserer Praxis läuft das Impfen supergut. Wir haben die Prioritätsgruppe 2 fast durchgearbeitet und können nun mit der Gruppe 3 weitermachen“, so Adarkwah. Die meisten seiner Patienten seien sogar überrascht, dass es so schnell gehe. Das sei jedoch nur möglich, weil sein Team viel Zeit opfere, um allen die wichtige Impfung so schnell wie möglich anbieten zu können.

Charles Adarkwah.

„Wir ziehen alle an einem Strang und machen teilweise viele Überstunden. Nur so können wir die erhöhte Nachfrage stemmen“, so Adarkwah. „Ich bin auch überzeugt davon, dass wir die Priorisierung bald aufheben können und wir alle Impfwilligen den wichtigen Piks schnellstmöglich geben können“. Er und seine Kollegen fordern die Patienten regelmäßig auf, sich zu registrieren und flexibel zu bleiben, um beispielsweise bei einer Terminabsage einspringen zu können.

KVWL ist frohen Mutes

Trotz der teils langen Wartezeiten ist auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) frohen Mutes. Der Impfstoff-Engpass sei zwar noch nicht gänzlich überwunden, denn es können noch immer nicht alle impfwilligen Bürger zeitgleich ein Impfangebot erhalten, man befinde sich aber auf einem guten Weg. „Wichtig ist, dass nun kontinuierlich mehr und mehr Impfstoff die Praxen der Ärzte erreicht. Denn genau wie jede andere Schutzimpfung muss auch die Impfung gegen das Coronavirus bald zum ganz normalen Praxisalltag gehören“, betont Dr. Volker Schrage, stellv. Vorstandsvorsitzender der KVWL. Größere Mengen Impfstoff seien voraussichtlich schon ab Mai zu erwarten.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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