„Das Ehrenamt stärken”

Kreisversammlung der Landfrauen tagte in Bismarckhalle

Weidenau. „Ein Ehrenamt auszufüllen, bedeutet eine unentgeltliche oder nur geringfügig vergütete, außerberufliche Tätigkeit auszufüllen. Ehrenamt heißt, ich kann mich um Menschen kümmern”, betonte Änni Schmidt, stellv. Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein in der Bismarckhalle. Sie war der Einladung zur Kreisversammlung des hiesigen Landfrauenverbandes gefolgt und hielt den Festvortrag zum Veranstaltungsmotto „Das Jahr des Ehrenamtes – der Wert des Frauenengagements in unserer Gesellschaft”.

„Ich bin gebürtige Kölnerin”, erklärte Schmidt ihre „Seelenverwandtschaft” zu den Landfrauen. „Im Krieg wurden wir ausgebombt und wurden auf dem Land von Bauern aufgenommen. Da habe ich mir vorgenommen, einen Bauern zu heiraten, damit ich nie wieder hungern muss.” Und so sei es gekommen. Zum Ehrenamt selbst sagte sie, dass es für die Gesellschaft – trotz vieler Geringschätzung – enorm wichtig sei, es zu stützen. „Das Infragestellen des Ehrenamtes könnte gefährlich werden, vielleicht sogar das gesamte politische System gefährden.”

Der Staat solle sich bemühen, es zu stärken, es zu fördern. „Das leitet sich schon allein aus dem Demokratieverständnis her”, fügte die ehrenamtliche Richterin am Oberverwaltungsgericht Münster an.

Margret Dietz, vom Landesvorstand der Landfrauen, richtete Grußworte an die rund 120 anwesenden Frauen. „Der Landfrauenverband muss sich für die Interessen der Frauen einsetzen. Er ist für mehr da als nur für die Bäuerin auf dem Land.” Gerade die Vielfalt aus Bäuerinnen und auf dem Land lebenden Frauen kennzeichne den Verband. Mit einem Zwinkern ergänzte sie: „Wir verschließen uns aber auch nicht vor aktuellen Dingen. Deshalb sind wir jetzt auch im Internet zu finden.”

Auch der Vorsitzende des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Henner Braach, betonte die Wichtigkeit der Institution. „Die Landfrauen sind immer vor Ort, wenn es heißt anzupacken. Auf sie ist Verlass.” Kreislandwirt Christian Born ergänzte, dass gerade die Erhaltung der Betriebe durch die Landfrauen eine tolle Leistung sei. Und zum Motto des Abends fügte er hinzu: „Man kann Ihnen für die uneigennützige Arbeit nicht genug danken.” Neben einer Diskussion über das Ehrenamt rundeten Gedichtvorträge und der Auftritt der Volkstanzgruppe des Landfrauenverbandes Siegen-Wittgen-stein den Nachmittag ab. matz

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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