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Wann öffnen die Impfzentren, wer ist zuerst dran, wie bekomme ich einen Termin?
Das müssen Sie über die Corona-Impfung wissen

Erst Anfang Februar werden auch Impfungen in den Impfzentren der Kreise durchgeführt. Dann sind Menschen über 80 die zuhause leben an der Reihe. Bis dahin besuchen mobile Teams Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser.
  • Erst Anfang Februar werden auch Impfungen in den Impfzentren der Kreise durchgeführt. Dann sind Menschen über 80 die zuhause leben an der Reihe. Bis dahin besuchen mobile Teams Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

juka Siegen. Elf Tage ist der offizielle Impfstart gegen das Coronavirus in Nordrhein-Westfalen nun her. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sind bis Dienstagvormittag rund 44 000 Pflegeheimbewohner- und Mitarbeiter geimpft worden. „Die Entwicklung stimmt uns wirklich hoffnungsvoll. Wir sind in Westfalen-Lippe beim Impfschutz der Pflegebedürftigen bereits sehr gut vorangeschritten“, heißt es von der KVWL. Dennoch gibt es, besonders mit Blick auf den Start der Impfzentren und die Terminvergabe, noch viele Unsicherheiten. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen:
Wie wird derzeit geimpft? In den Impfzentren der Kreise passiert momentan noch nichts, zunächst sind die Alten- und Pflegeheime dran.

juka Siegen. Elf Tage ist der offizielle Impfstart gegen das Coronavirus in Nordrhein-Westfalen nun her. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sind bis Dienstagvormittag rund 44 000 Pflegeheimbewohner- und Mitarbeiter geimpft worden. „Die Entwicklung stimmt uns wirklich hoffnungsvoll. Wir sind in Westfalen-Lippe beim Impfschutz der Pflegebedürftigen bereits sehr gut vorangeschritten“, heißt es von der KVWL. Dennoch gibt es, besonders mit Blick auf den Start der Impfzentren und die Terminvergabe, noch viele Unsicherheiten. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen:

  • Wie wird derzeit geimpft? In den Impfzentren der Kreise passiert momentan noch nichts, zunächst sind die Alten- und Pflegeheime dran. Mobile Impfteams suchen die Einrichtungen direkt vor Ort auf und führen die Impfungen durch.
  • Wie ist der Stand in den Kreisen? In Siegen-Wittgenstein sind bislang die Bewohner von sechs Alten- beziehungsweise Pflegeheimen geimpft worden. Der Kreis Olpe konnte keine genaue Zahl nennen, Pressesprecher Hans-Werner Voß betonte jedoch, dass man gut fortgeschritten sei und nur noch einige wenige Einrichtungen fehlen würden. Wie es in den kommenden Tagen weitergeht, geben die Kreise derweil nicht an – das liegt in der Verantwortung der KVWL.
  • Wann starten die Impfzentren? Die Impfzentren gehen erst nach der Verimpfung der ersten Dosis in Pflegeeinrichtungen und der Impfung von Krankenhauspersonal, das eng mit Corona-Patienten zu tun hat, an den Start. Wann das sein wird, steht noch nicht endgültig fest. Beim NRW-Gesundheitsministerium und der KVWL geht man von einem Termin Anfang Februar aus.
  • Ist die personelle Besetzung gewährleistet? Der KVWL liegen bisher gut 20 000 Anmeldungen von Ärzten und medizinischem Personal vor. Ob das reicht, dazu gibt es keine Auskunft. „Die Bereitschaft ist wirklich beeindruckend. Dennoch freuen wir uns über jede weitere Registrierung und jede helfende Hand“, erklärt Pressesprecherin Vanessa Pudlo. Bei der KVWL rechnet man pro Impfstraße mit einem Arzt und einem oder zwei medizinischen Fachkräften pro Schicht.
  • Wer wird in den Impfzentren zuerst geimpft? Priorität haben hier Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und noch mobil sind.
  • Was ist mit Menschen, die ihr Haus nicht mehr so einfach verlassen können? Diese Personen müssen noch Geduld haben. „Der derzeit zur Verfügung stehende Impfstoff ist ausgesprochen empfindlich, er kann nicht von Haus zu Haus transportiert werden“, heißt es vom Gesundheitsministerium. Es sei jedoch absehbar, dass zeitig im neuen Jahr auch Impfstoffe zugelassen werden, die auch in den eigenen vier Wänden eingesetzt werden können.
  • Wie erfahre ich, wann ich dran bin? Laut Gesundheitsministerium werden Personen ab 80 Jahren, die zuhause leben, durch Medienberichte und auf dem Postweg vom Ministerium erfahren, ab wann Termine für die Impfzentren vereinbart werden können.
  • Wie läuft die Terminvergabe? „Ein spezielles Terminmanagement wird gerade erarbeitet“, heißt es von der KVWL. Neben einer telefonischen Anmeldung werde es aber auch die Möglichkeit geben, online einen Termin zu vereinbaren.
  • Wann kann ich die 116-117 wählen? Über die Hotline 116-117 werden derzeit noch keine Termine vergeben, da noch nicht feststeht, wann die Impfzentren starten und wieviel Impfstoff zur Verfügung steht. Wenn es in den Impfzentren losgeht, soll allerdings auch die Hotline für die Terminvergabe freigeschaltet werden.
  • Kann ich auch ohne Termin mein Glück versuchen? Nein. Besuche am Impfzentrum ohne Termin sind zwecklos. Das hat der Kreis Siegen-Wittgenstein noch einmal nachdrücklich erklärt. „Ein spontaner Besuch ist unter keinen Umständen möglich.“
  • Was muss ich zur Impfung mitbringen? Neben einem Personalausweis als Nachweis zur Berechtigung und der Terminbestätigung sind auch, falls vorhanden, der Impfpass, die elektronische Gesundheitskarte und medizinische Unterlagen wie Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste mitzubringen.
  • Was kostet mich die Impfung? Die Impfung in den Impfzentren wird kostenlos sein – unabhängig vom Versicherungsstatus. Die Kosten werden vom Bund getragen. Wenn in der zweiten Phase in den Arztpraxen geimpft werden kann, übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen die Leistungen.
  • Ab wann besteht der Impfschutz? Drei Wochen nach der ersten Impfung folgt eine weitere. Nochmal rund sieben Tage später besteht der komplette Impfschutz.
  • Wo finde ich spezifische Informationen zu den Impfzentren? Die Kreise informieren auf ihren Internetauftritten über die Impfzentren und die Gegebenheiten und den Ablauf vor Ort.
Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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