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Das Party-Pilot-Projekt

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: So eng und ausgelassen wird es bei „MittwochsIn“ am unteren Schlossplatz wohl nicht werden. Trotzdem soll ein Hauch von Unbeschwertheit beim ersten Open-Air-Festival nach Monaten wehen.
  • Ein Bild aus vergangenen Zeiten: So eng und ausgelassen wird es bei „MittwochsIn“ am unteren Schlossplatz wohl nicht werden. Trotzdem soll ein Hauch von Unbeschwertheit beim ersten Open-Air-Festival nach Monaten wehen.
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sabe Siegen. Für viele beginnt das Feiern mit einem Test. Oder dem Impfausweis. Dafür gibt es doppelt so viel Security-Personal. Mehr Sanitäranlagen, Abstände, Sitzgelegenheiten, die Corona-Auflagen sind nötig, geben aber auch ein Gefühl der Sicherheit. Ein Gefühl, um sich nach dem Lockdown lockermachen zu können, glaubt Jan Klappert. Für den 38-jährigen Eventmanager fühlt es sich kurz vor dem Start des beliebten Open-air-Festivals am Unteren Schlossplatz an wie ein Neuanfang.

Für diesen Hauch von Unbeschwertheit hat das „MittwochsIn“-Team alles minutiös und bis ins kleinste Detail geplant, selbst die Kanten der Fluchtschilder fühlt Klappert während des Aufbaus noch persönlich nach, holt schließlich Gaffer-Tape aus dem Kofferraum, um die Ecken abzukleben.

sabe Siegen. Für viele beginnt das Feiern mit einem Test. Oder dem Impfausweis. Dafür gibt es doppelt so viel Security-Personal. Mehr Sanitäranlagen, Abstände, Sitzgelegenheiten, die Corona-Auflagen sind nötig, geben aber auch ein Gefühl der Sicherheit. Ein Gefühl, um sich nach dem Lockdown lockermachen zu können, glaubt Jan Klappert. Für den 38-jährigen Eventmanager fühlt es sich kurz vor dem Start des beliebten Open-air-Festivals am Unteren Schlossplatz an wie ein Neuanfang.

Für diesen Hauch von Unbeschwertheit hat das „MittwochsIn“-Team alles minutiös und bis ins kleinste Detail geplant, selbst die Kanten der Fluchtschilder fühlt Klappert während des Aufbaus noch persönlich nach, holt schließlich Gaffer-Tape aus dem Kofferraum, um die Ecken abzukleben. Niemand soll sich den Kopf stoßen, niemand soll sich anstecken. Es geht um Vertrauen. In die Veranstaltung, die Branche, in Geselligkeit. „Jeder fragt sich natürlich nach dieser langen Zeit: Bin ich wieder bereit, mich mit so vielen Menschen zu treffen?“

MittwochsIn ein Party-Pilot-Projekt

Es ist ein Party-Pilot-Projekt, dieses erste „MittwochsIn“ nach Monaten mitten in der Innenstadt, ein Stimmungsbarometer. Wie viel Party passt in eine Pandemie? Menschenmassen, Musik, Miteinander und Mäßigung, findet das zusammen? Das Team jedenfalls glaubt an einen Erfolg. „Auch wenn es in diesem Jahr nicht so eng wird, gibt es noch lange keinen Grund nicht zu feiern, mitzusingen und einfach mal ein bisschen Normalität zu fühlen. Wir freuen uns auf ein unbeschreibliches Veranstaltungs-Comeback“, stimmt ein Post auf der eigenen Facebook-Seite das Siegener Publikum ein. Die User-Antworten darunter stellen ein Archiv der Sehnsucht. „Wurde aber auch Zeit“, schreibt einer. „Schlimm ist nur, dass wir seit letztem Mal zwei Jahre älter geworden sind.“

Alles mit Vorsicht. „Von jetzt auf gleich total gesellschaftlich zu sein, stelle ich mir gerade schwer vor“, sagt Klappert. Darum gibt es die Sitzgelegenheiten mit Abstand, Ecken in denen man etwas im Abseits sitzend, die Bühnenperformance des Auftaktacts „Missions:2Party“ bejubeln und sich erinnern kann, wie das geht, unbeschwert zu sein. Auch deshalb, sagt Klappert, habe man am bekannten „MittwochsIn“-Konzept (außer den Schutzauflagen) nichts geändert. Es geht noch immer um Open-air-Luft und Live-Musik, dieses After-Work-Konzertfeeling. Das jetzt zu ändern, sagt er, „in einer Zeit, wo sowieso alle erst einmal lernen müssen, wieder normal zu empfinden und zur Normalität zurückzukommen, das macht keinen Sinn.“

Normalität ein rares Gut 

Die Normalität dieser Tage, dass weiß eine ganze Branche nur zu gut, ist ein rares Gut. Steigen die Zahlen, fällt die Veranstaltung. „Wir hoffen natürlich inständig, dass die Inzidenz jetzt auf einem niedrigen Niveau bleibt“, fiebert etwa Steffen Wüst, Frontsänger der Siegerländer Band „UnArt“, dem (voraussichtlichen) Bühnenauftritt im August am Schlossplatz entgegen. Siegen, sagt er, sei die musikalische Heimatstadt der Band, „MittwochsIn“ das Wohnzimmer, in dem man groß geworden sei. „Wir hoffen also, dass möglichst viele Leute mit uns ausgelassen feiern können.“

Die Aufregung, ob diese Pandemie das zulässt, bleibt. „Das Wetter muss stimmen, die Inzidenzen und die Laune der Leute.“ Hat man aber endlich alles zusammen, dann, prognostiziert Wüst, könne das im Endeffekt nur durch die Decke gehen. „Das wird fantastisch“, sagt er. „Da bin ich fest von überzeugt.“

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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