Das wahre Wunder nicht vergessen

 Prof. Dr. Thomas Großbölting sprach am Freitag vor 70 Gästen zum Thema „Wie Ost und West zusammenwuchsen“.  Foto: wette
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wette - Dass das Ende der DDR, das Ende einer 40-jährigen kommunistischen Zwangsherrschaft, ein großes Geschenk war, daran erinnerte am Freitagmittag Siegens Bürgermeister Steffen Mues im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich des Tages der Deutschen Einheit. In Siegen ist es gute Tradition, gemeinsam den 3. Oktober zu feiern. Gute Tradition ist es aber auch, dass das Jahr für Jahr auf unterschiedliche Weise geschieht. Diesmal war es ein Vortrag, der die Zeit vor und nach der Wende greifbar machte.

„Feuerwerk, frenetischer Begrüßungsjubel und tanzende Menschen.“ Das, so Prof. Dr. Thomas Großbölting, sei oft das prägende Bild beim Gedanken an die damalige DDR. Der Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Westfälischen-Universität staunte allerdings darüber, dass das wahre Wunder, nämlich die friedlichen Demonstrationen, dabei oft vergessen wird.

Thomas Großbölting, der von 2005 bis 2007 die Abteilung Bildung und Forschung bei der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen leitete, verwies auf den Herbst 1989, sprach über die Ausreisebewegung, lobte die Teilnehmer der Demonstrationen. „Wenn ich einen Helden zu küren hätte, dann wären es diejenigen, die sich eingereiht haben in die Demonstrationen des Herbstes.“ Aber auch über immer noch bestehende Differenzen zwischen Ost und West sprach der Experte, und über Fehler, die bei der Aufarbeitung der Geschichte getätigt worden seien.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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