Das Wetter macht es möglich

Januar 2011: In Achenbach haben sich hüfthohe Schneeberge aufgetürmt ? ein Bild, das in ganz Siegen vorherrschte. Für die Straßenreinigung bedeutete der vergangene Winter viel Arbeit und ein hohes Kostenaufkommen.	Archivfoto: yer
  • Januar 2011: In Achenbach haben sich hüfthohe Schneeberge aufgetürmt ? ein Bild, das in ganz Siegen vorherrschte. Für die Straßenreinigung bedeutete der vergangene Winter viel Arbeit und ein hohes Kostenaufkommen. Archivfoto: yer
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Der derzeitige milde Winter ist ein lukratives Unterfangen. Das Wetter macht sich nämlich in den Portemonnaies der Siegener bemerkbar. Frei nach dem Motto: Bleiben die Flocken am Himmel, purzeln die Taler - und das mit großer Wahrscheinlichkeit. Der Dezember blieb mit kleineren Ausnahmen größtenteils schneefrei. Der Januar bescherte bisher auch keine weiße Pracht in der Krönchenstadt. Und "für die nächsten zehn Tage gibt es keinen Schnee", erklärt Heinz Fronius. Der Winderdienst-Chef der Stadt Siegen ist sich sicher: "Der Winter macht sich positiv im Gebührenhaushalt bemerkbar." 

Einzelner Einsatz kostet 25 000 Euro

Gleiches gilt für die Bürger, die jährlich für jeden Grundstückmeter am Straßenrand ihre Winterdienstgebühren zahlen müssen. Kostenpunkt: 1,62 Euro pro laufenden Meter. Im Folgejahr hätte es aber deutlich teurer werden können. Immerhin türmten sich im Winter 2010/11 überall die Schneeberge. "Dieses Jahr ist er ausgefallen", sagt Fronius. Dabei kommt der finanzielle Aspekt nicht zu kurz: Ein einzelner Einsatz mit allen Kräften - 22 Schneepflüge, zehn Winterdiensttraktoren und 70 Einsatzkräfte -koste rund 25 000 (!) Euro, verrät Fronius. Im Dezember 2010 musste er 30 solcher Einsätze führen. Im darauffolgenden Januar seien es nicht viel weniger gewesen. Durch die derzeitigen Temperaturen kann die Stadt sparen. "Wir sind bisher verschont geblieben", so Fronius, "und mussten nur zwei Vollkraft-Einsätze fahren".

5000 Tonnen Streusalz lagert die Stadt ein

Bedenkt man, dass die Straßenreinigung im vergangenen Winter 4500 Tonnen Streusalz verbrauchte, ist sie mit den aktuell eingelagerten 5000 Tonnen gut versorgt. Zudem wird das Streusalz nicht schlecht. Es reiche aufgrund einer speziellen Chemikalie gar für drei Jahre, erklärt der Winterdienst-Chef. Somit bleibt auch der Gebührensatz für die Bürger erhalten. Den berechnet die Stadt übrigens per Durchschnittswert aller Ausgaben der vergangenen Wintermonate. So ergibt sich eine Pauschale, die die Kosten der nächsten Jahre deckt. Die Stadt muss nach einem schlechten Winter keine hohen Summen einsammeln. Im Falle eines warmen Winters entsteht zudem kein Behördenaufwand, um das verbliebene Geld zurückzuzahlen.
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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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