Temperatursturz bis zu -20 Grad
Dauerfrost und Bibber-Kälte

Der Eisregen machte aus zahlreichen Gegenständen mystische Gebilde.
  • Der Eisregen machte aus zahlreichen Gegenständen mystische Gebilde.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

tile Netphen. Es ist so gekommen wie es Carsten Beyer vorhergesagt hat. Eisregen und Schneefall haben am Wochenende für schwierige Straßenverhältnisse gesorgt. Für die kommenden Tage stellt der heimische „Wetterfrosch“ von Meteo Siegerland weiter sinkende Temperaturen in Aussicht. „Es wird knackig kalt“, so der Hobby-Meteorologe. Im Banfetal rechnet er Mitte der Woche mit bis zu -20 Grad Celsius – „vorausgesetzt, der Wind schläft ein und es gibt einen wolkenlosen Himmel“. Das beschleunigt die Abkühlung, dann sinkt die schwere kalte Luft schneller nach unten. Insbesondere in den Nächten zu Mittwoch und Donnerstag werden die Thermometer zum Sinkflug ansetzen, so die Vorhersage für die Region. Zuletzt war es vor vier Jahren ähnlich eisig, am 6. Januar 2017 hatte Carsten Beyer -24 Grad im Erndtebrücker Edertal gemessen.

Der heutige Montag wird laut Meteo Siegerland wechselnd bis stark bewölkt sein, vor allem vormittags ist weiter mit leichtem Schneefall zu rechnen, der Ostwind bläst „mäßig bis sehr unangenehm“. Die Höchsttemperaturen pendeln sich bei Dauerfrost zwischen -8 und -4 Grad ein.

In der Nacht zu Dienstag klingt der Schneefall allmählich ab, aber es bleibt frostig mit -9 bis -16 Grad. Tagsüber bleibt es stark bewölkt, nur vereinzelt ist mit Auflockerung zu rechnen. Leichter Schneefall kann örtlich nach wie vor einsetzen. Bei schwachem bis mäßigem Nordostwind liegen die Temperaturen bei -8 bis -3 Grad.

Ab Mittwoch folgen die angekündigten eisigen und strengen Frostnächte mit bis zu -20 Grad. „Der Winter kommt und bleibt“, sagt Carsten Beyer. „-15 bis -6 Grad wird es auf jeden Fall.“
Achtung: Auf den Straßen kann es vor allem dort erneut kritisch werden, wo Regen statt Schnee fällt. Eisglätte wie am Wochenende ist dann trotz Dauereinsatz der Winterdienste vorprogrammiert. Erhöhte Vorsicht und angepasste Fahrweise sind geboten.

Wer die Auswirkungen der Eiseskälte in den kommenden Tagen in einem kleinen Experiment veranschaulichen möchte, für den gibt es einen einfachen Haus-Versuch. Ab einer Temperatur von -15 Grad abwärts lässt sich laut Carsten Beyer der sogenannte Mpemba-Effekt sichtbar machen, bei dem vormals heißes Wasser schneller gefriert als kaltes: Dazu einfach heißes Wasser in die Luft schleudern, z. B. aus einem hohen Thermobecher. Bei entsprechender Kälte bilden sich hierbei umgehend kleine Eiskristalle bzw. Schneeflocken. Im besten Fall rieselt eine Schneewolke zu Boden. Carsten Beyer hat das Experiment 2019 bei -18 Grad erfolgreich durchgeführt. „Das klappt sehr gut.“

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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