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Dekorateurin Svenja Saßmannshausen gibt Tipps für die perfekte Weihnachtstafel

Svenja Saßmannshausen liebt die Weihnachtszeit. Den Tisch für ihre Gäste festlich zu schmücken, gehört für sie zum festen Ritual. Der SZ verrät sie Tipps und Trends.
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  • Svenja Saßmannshausen liebt die Weihnachtszeit. Den Tisch für ihre Gäste festlich zu schmücken, gehört für sie zum festen Ritual. Der SZ verrät sie Tipps und Trends.
  • Foto: Sarah Benscheidt
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sabe Siegen. Für ein gutes Tischgespräch kommt es nicht so sehr darauf an, was sich auf dem Tisch, sondern was sich auf den Stühlen befindet. Damit mag die Volksweisheit recht haben. Aber eine festlich dekorierte Weihnachtstafel, da ist sich Svenja Saßmannshausen sicher, kann den Geist der Weihnacht auf seine ganz eigene Art beschwören: Atmosphäre und Gemütlichkeit schaffen, Zeit nehmen, ankommen, sitzenbleiben. „Ich habe das schon als Kind geliebt. Das gemeinsame Essen, das Beisammensitzen. Für mich war das immer etwas Besonderes.“
"Für mich die schönste Zeit im Jahr"
Svenja Saßmannshausen, 29, hat sich neben ihrem Beruf als Umweltmanagerin im vergangenen Jahr ein zusätzliches Standbein als Dekorateurin aufgebaut (@senapedesign). „Ich dachte eigentlich, ich wäre gar nicht kreativ.

sabe Siegen. Für ein gutes Tischgespräch kommt es nicht so sehr darauf an, was sich auf dem Tisch, sondern was sich auf den Stühlen befindet. Damit mag die Volksweisheit recht haben. Aber eine festlich dekorierte Weihnachtstafel, da ist sich Svenja Saßmannshausen sicher, kann den Geist der Weihnacht auf seine ganz eigene Art beschwören: Atmosphäre und Gemütlichkeit schaffen, Zeit nehmen, ankommen, sitzenbleiben. „Ich habe das schon als Kind geliebt. Das gemeinsame Essen, das Beisammensitzen. Für mich war das immer etwas Besonderes.“

"Für mich die schönste Zeit im Jahr"

Svenja Saßmannshausen, 29, hat sich neben ihrem Beruf als Umweltmanagerin im vergangenen Jahr ein zusätzliches Standbein als Dekorateurin aufgebaut (@senapedesign). „Ich dachte eigentlich, ich wäre gar nicht kreativ. Ich habe mich immer eher für Naturwissenschaften interessiert“, lacht die Hilchenbacherin, während sie die ersten Deko-Elemente für den langen Holztisch zurechtlegt, der sich am Ende in eine festliche Tafel verwandeln soll. Aber Freunde und Familie spiegeln ihr anderes. Denn obwohl sie sich über ihr Talent für die richtige Dekoration, dafür, die richtige Stimmung zu kreieren, lange nicht so wirklich bewusst ist, probiert sie sich doch immer wieder darin aus. „Ich habe damals in meinem WG-Zimmer ständig dekoriert und umgestellt.“

Die Anfragen für Svenja Saßmannshausen häufen sich

Irgendwann, sagt Svenja, seien dann zu ihrem Erstaunen die ersten Bekannten auf sie zugekommen und hätten gefragt: „kannst du das für mich auch machen?“
Dann, irgendwann, häufen sich die Anfragen. Svenja beginnt, sich ein Lager aufzubauen und sich professionell aufzustellen. „Ich habe mittlerweile so viele Stoffservietten“, lacht sie. „Ich kann die gar nicht mehr alle zählen.“ Besonders oft finden sich unter diesen Stoffschätzchen auch Varianten, die Svenja immer nur zu einem ganz besonderen Anlass, nämlich zu Weihnachten, aus der Schublade kramt. Denn auch, wenn sie für ihre Kunden eher Hochzeiten dekoriert, ist es ihre ganz persönliche Leidenschaft Haus und Hof weihnachtlich zu dekorieren, sobald die erste Schneeflocke fällt. „Das ist für mich die schönste Zeit im Jahr.“

Besonders wichtig ist es Svenja dabei – gerade dann, wenn die Feiertage immer näher rücken –, ihr Deko-Konzept für die Weihnachtstafel auszutüfteln. Der SZ verrät sie ihre besten Tipps.

Wissen, was man will:
„Erst einmal muss man sich darüber bewusst werden, was einem gefällt.“ Svenja wählt ihren Weihnachtstafel-Look im Landhaus- bzw. Farmhausstil. Sie entscheidet sich demnach für eine weiß-rot gestreifte Leinentischdecke („Tischdecken machen alles festlicher“) und setzt damit auch die Basis für ihr Farbkonzept. „Da entscheide ich mich für etwas ganz Klassisches, denn das Klassische ist – neben allen anderen Trends – immer da.“

Die Wahl fällt also auf rote und dunkelgrüne, aber auch holzfarbene Elemente, die das unaufgeregte, aber moderne Service in zurückgenommenem beige auflockern sollen. Dann geht es daran, das gewisse Etwas mit ins Spiel zu bringen. Svenja spielt dazu mit einem weihnachtlichen Kuchen- bzw. Vorspeisenteller mit Verzierungen samt goldenem Rand sowie goldenem Besteck. „Es ist nicht die volle Ladung an Weihnachtsservice“, sagt sie, während sie den kleineren auf den größeren, den schlichten Teller setzt, „aber eben ein gesunder Touch.“

Trend geht zum Minimalismus

Für die Dekorateurin kann ein bisschen „klassischer Kitsch“ ruhig her, aber: „nur in Maßen, nicht in Massen.“ Denn: Es darf gerne ein bisschen weniger sein. „Das entspricht auch dem momentanen, eher minimalistischem Trend.“ Deshalb stellt sie zu dem Service auch ganz schlichte, unauffällige Wein- und Wassergläser. „Dieses moderne, cleane, ist ein guter Kontrast dazu.“

Nachdem man sich für ein Farbkonzept entschieden hat, rät Svenja, die passenden Materialien auszusuchen. Sie entscheidet sich für rote Servietten – den Rest fürs Fest hat sie dann aber entweder aus dem Wald (Tannenzweige und -zapfen) oder aus dem Blumenladen: Eukalyptus („ein guter Kontrast zu klassischen Tannenzweigen“) und roter Stechpalme (Ilex). Der Tipp der Expertin: „ruhig mit Struktur spielen.“ Svenja legt zum Beispiel einige dünne Tannenzweige unter den Vorspeisenteller. „So hat man ein hübsches, natürliches Highlight.“

Erscheint der Tisch am Ende dann noch ein bisschen leer, füllt Svenja die Lücken mit schlichten weißen Elementen (in ihrem Fall ein weißer Tannenbaum) auf, in die Mitte setzt sie ein großes Gesteck, bestehend aus einer Holzschale, Tannenzweigen und weißen Kerzen. „Die Holzschale benutze ich aber nicht nur zu Weihnachten, sondern die kann man auch im Sommer oder Herbst, der Jahreszeit angepasst, dekorieren.“ Man müsse demnach nicht immer alles neu kaufen, sondern, empfiehlt Svenja, solle erst einmal die eigenen Schränke durchwühlen und dann die Kreativität spielen lassen.
Last but not least: das Weihnachtsessen einkalkulieren. Denn: Bei allem Aufwand kann zu wenig Platz für Schüsseln, Töpfe und Co. das hübsche Tafelkonzept schnell überladen wirken lassen.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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