SZ

Neuer NRW-Erlass
Demenz-WG wird doch zu Hause geimpft

Auch im Haus Ernsdorfstraße der Stiftung Diakoniestation - betreutes Wohnen samt Demenz-WG - können die Bewohner nun zu Hause geimpft werden.
  • Auch im Haus Ernsdorfstraße der Stiftung Diakoniestation - betreutes Wohnen samt Demenz-WG - können die Bewohner nun zu Hause geimpft werden.
  • Foto: bjö
  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

nja Siegen/Kreuztal. Die „Brandbriefe“ sind abgekühlt – Entspannung ist in Sicht: Das Land NRW lässt es nun doch wieder zu, dass auch betreute und gepflegte Personen, die in Wohngemeinschaften und Angeboten wie dem betreuten Wohnen leben, vor Ort gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie berichtet, hieß es Anfang Februar völlig überraschend aus Düsseldorf, dass nur noch Senioren, die vollstationär betreut werden, der Weg ins Impfzentrum erspart bleibt.
Die Rede war von einem Impfwahnsinn
Daraufhin hatten die Geschäftsführer des Kreuztaler Familienguts Haus Hadem und der Stiftung Diakoniestation Kreuztal, Sönke Hadem und Dietmar Braun, unabhängig voneinander ihrem Ärger darüber Luft gemacht. Von einem nicht nachvollziehbaren Impfwahnsinn war die Rede, von lähmendem Bürokratismus.

nja Siegen/Kreuztal. Die „Brandbriefe“ sind abgekühlt – Entspannung ist in Sicht: Das Land NRW lässt es nun doch wieder zu, dass auch betreute und gepflegte Personen, die in Wohngemeinschaften und Angeboten wie dem betreuten Wohnen leben, vor Ort gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie berichtet, hieß es Anfang Februar völlig überraschend aus Düsseldorf, dass nur noch Senioren, die vollstationär betreut werden, der Weg ins Impfzentrum erspart bleibt.

Die Rede war von einem Impfwahnsinn

Daraufhin hatten die Geschäftsführer des Kreuztaler Familienguts Haus Hadem und der Stiftung Diakoniestation Kreuztal, Sönke Hadem und Dietmar Braun, unabhängig voneinander ihrem Ärger darüber Luft gemacht. Von einem nicht nachvollziehbaren Impfwahnsinn war die Rede, von lähmendem Bürokratismus. Senioren, die sich auf die zentrale Impfung unter dem Dach ihres Zuhauses verlassen hatten, mussten sich – verspätet – doch selbst um einen Termin in Eiserfeld kümmern. Dass dies selbst für die Bewohner der Kreuztaler Demenz-WG gelten sollte, hinterließ besondere Fassungslosigkeit.
Nun also die erneute Kehrtwende. Im Haus der Diakonie sowie im betreuten Wohnen und besagter WG an der Ernsdorfstraße rückt so z. B. kommenden Donnerstag das mobile Vakzin-Team an. Tags darauf ist die Buschhüttener Tagespflege an der Reihe.

Brief von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann

Zweimal schon hatte das Diakonie-Team ein Datum in greifbarer Nähe und alles dafür vorbereitet: Daher mischt sich in die Freude auch ein Hauch Vorsicht. Aus dem Kreise der betreuten Bewohner ist zu vernehmen: Die Termine in Eiserfeld wolle man erst absagen, wenn die Spritze auch tatsächlich gesetzt wurde. Erfahrung macht klug ...
Jüngst erhielt der Stiftungs-Geschäftsführer auch Post aus Düsseldorf – eine Reaktion auf sein Schreiben vom Anfang des Monats an Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Darin wird auf den nun geltenden aktualisierten Erlass hingewiesen und das Engagement gewürdigt: „Seit einem Jahr werden Ihnen, Ihrem Team und Ihren Betreuten viel Geduld, Flexibilität und Mut abverlangt. Was Sie und Ihr Team jeden Tag an neuen Herausforderungen bewältigen, hat es so noch nie gegeben. Dafür möchte ich mich im Namen des Ministers herzlich bedanken.“

Bewohner der Demenz-WG sollten nach Eiserfeld fahren

„Dass die Bewohner der Demenz-WG nach Eiserfeld gefahren werden sollten, um dort vor dem Virus geschützt zu werden, haben wir nie gelten lassen“, betont Braun im SZ-Gespräch. Es seien für diesen Personenkreis noch gar keine externen Termine vereinbart worden: „Klar, da sind wir ein gewisses Risiko eingegangen. Aber der aktualisierte Erlass gibt uns Recht!“ Ab der der zweiten Märzwoche sollen in NRW mobile Impfteams übrigens auch die Einrichtungen der Eingliederungshilfe aufsuchen.
Der Schutz von Bewohnern von Altenheimen steht auch im Fokus weiterer Neuerungen, auf die Düsseldorf hinweist. Die Kreise können demnach bestimmten Personengruppen, die regelmäßig – mindestens einmal im Monat bzw. dreimal im Quartal – in stationären Pflegeeinrichtungen tätig sind, ein Impfangebot machen: Das reicht vom Seelsorger über Betreuungsrichter bis hin zu Fußpflegern und Friseuren. Und gilt laut Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein auch für bestimmte Ehrenämtler.
Die Pflegeeinrichtungen benennen dem Kreis die entsprechenden Personen, dieser prüft die Plausibilität und schreibt die in Frage kommenden Männer und Frauen anschließend an. Dabei erhalten diese einen Link, über den sie sich zur Impfung anmelden können.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen