Den Kontakt über Jahre gehalten

 Als Otto Piene (2.v.l.) an der Seite seiner Frau Elizabeth den Max-Beckmann-Preis im Februar 2013 in Frankfurt überreicht bekam, gratulierten ihm auch der Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann (l.) und Winfried Damm. Foto: Archiv   Die BAG „Schöne Altstadt“ brachte vor einigen Jahren eine Tafel an Otto Pienes Geburtshaus in der Gartenstraße an. Foto: Archiv
  • Als Otto Piene (2.v.l.) an der Seite seiner Frau Elizabeth den Max-Beckmann-Preis im Februar 2013 in Frankfurt überreicht bekam, gratulierten ihm auch der Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann (l.) und Winfried Damm. Foto: Archiv Die BAG „Schöne Altstadt“ brachte vor einigen Jahren eine Tafel an Otto Pienes Geburtshaus in der Gartenstraße an. Foto: Archiv
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bw - Ein berühmter Sohn der Stadt Bad Laasphe ist tot: Otto Piene (86) ist am Donnerstag in Berlin gestorben. Der renommierte und international anerkannte Künstler kam 1928 in Bad Laasphe zur Welt. Sein Vater gilt als erster Schulleiter des Gymnasiums, auch wenn er das Amt nur kommissarisch ausführte. Heute ist Winfried Damm Rektor des Gymnasiums und er hat ein Jahrzehnt lang Kontakt zu Otto Piene gehalten, der als 75-Jähriger im Jahre 2003 erstmals seit seiner Kindheit in seine Geburtsstadt zurückkehrte. Winfried Damm war es, der ihn damals durch die Lahnstadt führte.

„Er war jemand“, so verrät Damm im Gespräch mit der SZ, „der westfälisch geprägt war.“ Bereits in frühester Kindheit zog Otto Piene mit seinen Eltern von Laasphe nach Lübbecke. Trotzdem habe Laasphe in der Familie immer eine Rolle gespielt, hat Winfried Damm von Piene selbst erfahren. Es sei der Familie wichtig gewesen, die Stadt in Wittgenstein in Erinnerung zu behalten, über sie zu sprechen, hat der heutige Schulleiter des Städtischen Gymnasiums von Otto Piene erfahren.

Bei seiner Rückkehr in seine Geburtsstadt, so erinnert sich Winfried Damm, habe der ZERO-Künstler vom Kurpark auf die Altstadt blicken wollen. Dort war eine Installation mit Gesteinen aus Wittgenstein. „Er fand das gut“, berichtet Damm, „für ihn musste Kunst einen Bezug zu dem haben, wo sie gezeigt wird.“ Damm zeigte Piene damals auch den Planetenlehrpfad, dort natürlich auch die Sonne: „Herr Piene“, so habe er seinerzeit zu dem hohen Gast gesagt, „die Sonne kommt näher.“ Diese Anspielung dürfte Piene gefallen haben, gehörte doch das Feuer zu den wichtigen Elementen seiner Werke. Und „Die Sonne kommt näher“ war der Titel eines seiner früheren Werke.

Seinen Kontakt zu Otto Piene pflegte Winfried Damm über Jahre, und das beruhte auch auf Gegenseitigkeit. „Ich habe eine ganze Wand voller Grüße von ihm“, offenbart der Schulleiter des Städtischen Gymnasiums. Zu vielen besonderen Anlässen schrieb der Künstler und zu all seinen Ausstellungen in Deutschland lud er Winfried Damm auch ein. „Ich war auch zu seiner Ausstellung jetzt in Berlin eingeladen.“ Doch die sollte Otto Piene nicht mehr bis zum Ende begleiten.

Winfried Damm war dabei, als Piene im Jahre 2003 mit dem Leonardo-da-Vinci-Weltkunstpreis in Helsinki ausgezeichnet wurde. Und Damm besuchte Otto Piene auch zu dessen Auszeichnung mit dem Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt, übrigens gemeinsam mit dem Bad Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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