„Den Pöbel bekämpfen“

 Ministerpräsidentin Malu Dreyer gab sich überzeugt: Der Großteil der Menschen zwischen Westerwald und Pfälzerwald steht für Werte wie Offenheit, Toleranz und Menschlichkeit. Sie hielt am Donnerstag in Daaden eine kämpferische Rede. Fotos: damo
  • Ministerpräsidentin Malu Dreyer gab sich überzeugt: Der Großteil der Menschen zwischen Westerwald und Pfälzerwald steht für Werte wie Offenheit, Toleranz und Menschlichkeit. Sie hielt am Donnerstag in Daaden eine kämpferische Rede. Fotos: damo
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damo - Am Donnerstagabend hat sich die Initiative „Bekenntnis zu Deutschland“ zu einem ihrer sogenannten Spaziergänge in Daaden getroffen und damit erstmals auch im Kreis Altenkirchen Stimmung gegen die Flüchtlingspolitik im Allgemeinen und die AfA Stegskopf im Speziellen gemacht. Aber auch im AK-Land hatten die Pediga nahestehenden Demonstranten die Straße nicht für sich allein, denn auch das „Wäller Bündnis“ hatte zu einer Kundgebung eingeladen.

Während die Stegskopf-Gegner auf dem Fontenay-le-Fleury-Platz knapp 300 Zuschauer anlockten, konnte das „Wäller Bündnis“ abermals einen Sieg nach Zahlen vermelden: Vorsichtig geschätzt, haben mindestens 500 Menschen mit ihrer Teilnahme an der Kundgebung einen Kontrapunkt gesetzt. Das dürfte auch daran gelegen haben, dass Malu Dreyer kurzfristig ihr Kommen angekündigt hatte.

Die Ministerpräsidentin hielt auf dem Günter-Wolfram-Platz eine klare, kämpferische Rede. Gerade jetzt gelte es, Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt zu setzen: „Wir müssen immer die Rote Karte zeigen, auch am Stammtisch zu unserer Position stehen und eine klare Haltung einnehmen: Dann schaffen wir es, diesen Pöbel zu bekämpfen.“

Nicht nur die Ministerpräsidentin darf sich auf die Fahnen schreiben, mit ihrer Rede den richtigen Ton getroffen zu haben: Auch die Superintendentin des ev. Kirchenkreises, Andrea Aufderheide, zeigte sich engagiert und empathisch zugleich. Und Landrat Michael Lieber nutzte seine Rede auch für einen Appell nach Mainz. Er betonte, dass die Flüchtlingsunterkunft auf dem Stegskopf den rechtlichen Status einer eigenständigen Erstaufnahmeeinrichtung erhalten müsse. Dann werde sie für den Landkreis auch strukturell eine Bereicherung sein: „Viele Bürger haben dort eine Beschäftigung gefunden, und es werden bei vollem Betrieb so viele Mitarbeiter sein wie zuletzt bei der Bundeswehr.“

Während die Stegskopf-Gegner auf dem Fontenay-le-Fleury-Platz die Nationalhymne intonierten, zogen viele Menschen vom Günter-Wolfram-Platz aus nach der Kundgebung in die Barockkirche, um unter dem Leitgedanken „Zuflucht ist ein Menschenrecht“ einige Augenblicke innezuhalten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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