Der Ausschuss ging in die Luft Mit Hubspinne zur Solaranlage

Heizung auf Turnhallendach

Hauptschule Eiserfeld weihte gestern neues »Kraftwerk« ein

Niederschelden. Bei rund 25 Grad Mittagshitze gingen zig Ausschussmitglieder gestern in die Luft. Manche benutzten dazu die Leiter, andere ließen sich im Korb einer Hubspinne etwa 15 Meter liften. Oben angekommen, war man der Sonne näher, aber die Brise war erfrischend. Grund für die Luftnummer: Die Hauptschule Eiserfeld weihte gestern ihre Solaranlage ein. Rektor Jochen Bär erläuterte dem staunenden Ausschuss (Umwelt, Landschaftspflege und Energie) auf dem Turnhallendach die sonnige Anlage, die aus 20 Solarzellen von je 2,3 Quadratmetern Fläche besteht. Die »Dachheizung« hat somit eine solide Gesamtfläche von 46 Quadratmetern. Man höre und staune, welche Kräfte die Zellen freisetzen können: Man gewinnt damit 20000 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Bär: »Das entspricht etwa 2000 Litern Heizöl.«

In den Sporthallen der Hauptschule werden pro Jahr rund 600 Kubikmeter Warmwasser (45 Grad) benötigt. Die Solaranlage schafft davon etwa 55 bis 60 Prozent. Macht eine Einsparung von etwa 3000 DM pro Jahr. Natürlich wird durch dieses Sparkonzept auch der Schadstoffausstoß verringert. Die insgesamt gewonnene Solarenergie würde ausreichen, ein Einfamilienhaus mit rund 130 Quadratmetern Wohnfläche für ein Jahr zu beheizen (inklusive Warmwasserversorgung). Das ist doch schon was!

Seit 1997 nimmt die Hauptschule Eiserfeld außerordentlich erfolgreich am Energiesparwettbewerb der Stadt Siegen teil. Zahlreiche Sparprogramme wurden erarbeitet und in die Tat umgesetzt. Das Sahnestückchen ist die Solaranlage. Trotz aller Zuschüsse blieb noch eine Finanzierungslücke in Höhe von 13000 DM offen. Die holte sich die Schule durch einen Sieg beim Wettbewerb der Allianz-Umweltstiftung zum »Thema SolarSchulen 2000«. Damit war die Finanzierung geritzt und die Anlage mit einem Gesamtkostenaufwand von 63000 DM konnte auf das Dach gesetzt werden.

Dort arbeitet sie in der tollen Mai-Sonne schon prächtig. Die ersten Kilowattstunden Solarenergie verließen die Produktionsstätte in luftiger Höhe. Und wenn das Wetter schlechter wird? Ein Schüler: »Die Anlage hat derart viel Power, dass aus Regen schlagartig warmes Wasser wird.« Na, da weiß man doch, wo man bei den Zugspitzen-Ölpreisen noch günstig duschen kann!

dige

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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