Der bröckelnde Bergfried

 Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: us  Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js  Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: us  Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js  Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js  Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js
  • Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: us Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: us Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js Der Putz der Ginsburg wurde erst 2009 neu aufgetragen. Nur einen Winter später begann er zu bröckeln. Foto: js
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js - Der Blick von ihrer Aussichtsplattform raubt den Atem, der Anblick ihrer Fassade lässt ihn hingegen stocken: Auch der nunmehr ausklingende Winter hat seine Spuren hinterlassen am Turm der Ginsburg. Großflächig und teilweise einige Zentimeter tief klaffen Löcher im ockerfarbenen Putz. Haufenweise liegen seine Überreste zu Füßen des runden Bergfrieds und seiner Besucher.

Dabei hatte der markante Turm doch vor nur wenigen Jahren noch so vielversprechend von seinem Schlossberg gestrahlt. Für einen stolzen Betrag von rund 200 000 Euro war das 1968 wiedererrichtete und vier Jahrzehnte später zum Baudenkmal avancierte Gebäude im Sommer 2009 wetterfest gemacht worden. Die Aussichtsplattform wurde renoviert, abgedichtet und mit neuer Haube versehen. Das Regenwasser, das dem in den 1980er-Jahren verputzen Gemäuer arg zugesetzt hatte, wurde per Fallrohr abgeleitet. Die Fassade verschwand wochenlang hinter einem Gerüst, der alte Putz wurde abschlagen, in zwei Schichten wurde neuer aufgetragen – 6 Zentimeter dick.

Doch bereits wenig später, genauer gesagt nach gerade einmal einem Winter, war der sprichwörtliche Lack schon wieder ab. An der Oberfläche waren Stücke des Putzes abgeplatzt und auf den Boden gerieselt – nur 2 Millimeter dick und damit nicht wirklich tiefgreifend, aber immerhin optisch störend. Im Mai 2011, nachdem ein gutes Jahr lang keine weiteren Schäden zu beklagen waren, wurde die Außenfläche ausgebessert. Eingerüstet werden musste der Bergfried dafür nicht, vielmehr quälte sich ein 36 Tonnen schwerer Kran den Schlossberg hinauf bis in den Burggraben. Von einer Arbeitsplattform aus verspachtelten zwei Handwerker die Schadstellen. Im September 2011 endlich, am Tag des offenen Denkmals, wurde die Wiedereröffnung nach kostspieliger und unerwartet langer Sanierung gefeiert. Das Problem mit der Fassade indes war offenbar doch nicht gelöst mit der Schönheitskorrektur vor knapp fünf Jahren. Der Putz blätterte weiter ab, sodass heute mitunter schon wieder die Mauer aus Grauwacke durchschimmert.

Vor etwa zwei Jahren hatte die Stadt Hilchenbach ein juristisches Nachspiel eröffnet. Sie ist zwar nicht Eigentümerin der Anlage – das ist der Siegerländer Burgenverein. Für diesen jedoch hat die Verwaltung die Anträge auf Fördermittel gestellt. Und diese könnten im schlimmsten Fall zurückgefordert werden. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte eine Prüfung angekündigt, ob knapp 60 000 Euro aus den Zuschusstöpfen des Landes auch eine passende Verwendung gefunden haben. Mehrmals sind laut Hilchenbachs Baudezernent Michael Kleber Verhandlungstermine vertagt worden. Bis zum Frühsommer aber sollen die Parteien noch einmal an einen Tisch gebracht werden. Ziel sei eine gemeinsame Lösung. Wenn die nicht zu finden sei, müsse es zu einer Verhandlung vor dem Gericht kommen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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