Scharrenbach stellte Dorferneuerungsprogramm vor
"Der Dreiklang: bewahren, stärken, gestalten"

„Die ländlichen Räume mit ihren zahlreichen Dörfern und dörflich geprägten Kommunen sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohner unseres Landes“, sagte Ministerin Ina Scharrenbach am Montag in Düsseldorf.
  • „Die ländlichen Räume mit ihren zahlreichen Dörfern und dörflich geprägten Kommunen sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohner unseres Landes“, sagte Ministerin Ina Scharrenbach am Montag in Düsseldorf.
  • Foto: MHKBG 2019 / F.Berger
  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

sz/ch Siegen/Olpe. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat am Montag das „Dorferneuerungsprogramm 2019“ bekannt gegeben: In diesem Jahr werden 282 Projekte in 129 Gemeinden mit rund 23 Mill. Euro von Land und Bund unterstützt – darunter etliche Kommunen in den beiden Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe. Im Vergleich zum Programmjahr 2018 sind das rund 17,1 Mill. Euro mehr, die in die Orte und Ortsteile mit bis zu 10 000 Einwohnern gehen. „Für die Landesregierung gilt mit Blick auf unsere Dörfer der Dreiklang: Bewahren, stärken, gestalten. Zukunftsfähige Dörfer sind für Nordrhein-Westfalen so wichtig, wie Bienen für das Ökosystem. Die ländlichen Räume mit ihren zahlreichen Dörfern und dörflich geprägten Kommunen sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohner unseres Landes“, sagte Ministerin Ina Scharrenbach am Montag in Düsseldorf.

Nachdem im Förderjahr 2018 nicht sämtliche Anträge in dieser Sache bedient werden konnten, hatte der Landtag zusätzliche landeseigene Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Scharrenbach erklärte, dass es um eine Verdreifachung der geförderten Projekte gegenüber dem vergangenen Jahr und nahezu um eine Vervierfachung der Fördermittel gehe.

Im Vorjahr war auch die Fördersystematik umgestellt worden. Die einstigen „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepte“, kurz Ikeks, spielten für die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung keine Rolle mehr. Scharrenbach kommentierte den Paradigmenwechsel damals: „Die Vorgängerregierung hat vor allem Konzepte gefördert, aber so gut wie keine Maßnahmen. Wir wollen die konkrete Umsetzung unterstützen.“

„Grundlegendes Ziel des derzeitigen Programms sei es daher nun, Orte „in ländlichen Räumen in ihren dörflichen beziehungsweise ortsteilspezifischen Siedlungsstrukturen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur- und Naturräume für die Menschen zu sichern und weiter zu entwickeln. Viele Maßnahmen zielen auf die Stärkung des örtlichen Zusammenhalts ab, schaffen Begegnungsräume, machen Infrastruktur zukunftsfest“, so Scharrenbach weiter. Oder, um es mit den Worten der CDU-Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach auszudrücken: „Die bereitgestellten Mittel bringen die Kommunen ein weites Stück voran und fördern somit eine starke Heimat!“

Konkret: Bad Berleburg erhält insgesamt 420 000 Euro, davon gehen 402 000 Euro an die Kommune und 18 000 Euro an private Empfänger. Im Detail heißt das:

• Die Gestaltung des Bürgerhauses in Bad Berleburg wird mit 127 000 Euro gefördert,

• 52 000 Euro gehen nach Diedenshausen für die Neugestaltung eines Dorfplatzes,

Girkhausen erhält 93 000 Euro für den Abriss der ehemaligen Grundschule 130 000 Euro

• und in Wunderthausen werden 130 000 Euro für Erhaltungs- und Ausbaumaßnahmen der Gemeinschaftseinrichtung verwendet.

Weitere Mittel fließen in die übrige Region, unter anderem:

• In Burbach erhält ein privater Antragsteller 7000 Euro für die Sanierung von Fenstern und Türen.

• 101 000 Euro gehen nach Hilchenbach: 59 000 Euro für die Kommune „zur Erneuerung und Aufwertung einer Freizeiteinrichtung“: Gemeint ist laut Stadt das Freibad Müsen, wo schwerpunktmäßig ein Sandstrand und ein barrierefreier Zugang zum Wasser (Lift) geplant sind. Auch ein privates Projekt wird gefördert: 42 000 Euro fließen in die Fenstererneuerung, Dach- und Fassadensanierung der alten Menage Müsen als ortsbildprägendes Gebäude. Übrigens: Die Förderquote bei öffentlichen Projekten liegt bei 65 Prozent, bei privaten bei 35 Prozent, so Rathaussprecher Hans-Jürgen Klein.

Hohenhain bekommt 169 000 Euro für die Weiterentwicklung ihrer „dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung“.

Kirchhundem erhält 303 000 Euro für die Umsetzung der kommunalen und privaten Projekte.

• 30 000 Euro gehen nach Krombach für die Instandsetzung des Backhauses.

• In Netphen erhält ein privater Empfänger 12 000 Euro für die dorfgerechte Gestaltung der Ortsmitte.

• Die Stadt Olpe wird mit 141 000 Euro (Altenkleusheim und Rhode) gefördert.

• In Plittershagen wird das Dorfgemeinschaftshaus erneuert, dafür gibt es 60 000 Euro.

• Ein privater Empfänger erhält für den „Rummelsbach-Platz“ in Wenden 167 000 Euro.

• Auch in Wilnsdorf wird ein privater Empfänger mit 4000 Euro für die Fenstersanierung an einem ortsbildprägenden Gebäude unterstützt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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