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Bauvorhaben am Eiserfelder Hengsberg
Der Hang zum Konflikt

Hanglage mit Überblick: Auf dem Gelände und oberhalb der ehemaligen Gärtnerei am Eiserfelder Hengsberg möchte eine Projektentwicklergesellschaft bis zu sechs Mehrfamilienhäuser bauen.
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js Eiserfeld. Das Gelände der ehemaligen Gärtnereifläche am Eiserfelder Hengsberg hat einen Immobilieninvestor auf den Plan gerufen. Eine Projektentwicklungsgesellschaft aus der Siegener Innenstadt möchte auf einem 0,7 Hektar großen Areal eine Reihe von Mehrfamilienhäusern errichten, ein Drittel bis die Hälfte der Wohnungen sollen davon Sozialwohnungen sein.

Der Vorhabenträger sieht ein Ensemble von bis zu sechs mehrgeschossigen Mehrfamilienhäusern vor. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und altersgerecht gebaut werden, unterschiedliche Größen und Grundrisse sollen den Interessenten angeboten werden, darunter auch Penthäuser. Alle Wohnungen sollen „große Freibereiche“ in Form von Balkonen oder Terrassen bekommen, auch eine extensive Dachbegrünung ist vorgesehen.

js Eiserfeld. Das Gelände der ehemaligen Gärtnereifläche am Eiserfelder Hengsberg hat einen Immobilieninvestor auf den Plan gerufen. Eine Projektentwicklungsgesellschaft aus der Siegener Innenstadt möchte auf einem 0,7 Hektar großen Areal eine Reihe von Mehrfamilienhäusern errichten, ein Drittel bis die Hälfte der Wohnungen sollen davon Sozialwohnungen sein.

Der Vorhabenträger sieht ein Ensemble von bis zu sechs mehrgeschossigen Mehrfamilienhäusern vor. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und altersgerecht gebaut werden, unterschiedliche Größen und Grundrisse sollen den Interessenten angeboten werden, darunter auch Penthäuser. Alle Wohnungen sollen „große Freibereiche“ in Form von Balkonen oder Terrassen bekommen, auch eine extensive Dachbegrünung ist vorgesehen. Die Nutzung erneuerbarer Energien steht ebenfalls im Fokus der Investoren.

Autostellplätze sollen in einer Tiefgarage oder in integrierten Garagengeschossen entstehen. Die Erschließung des geplanten Neubaugebiets ist herausfordernd wegen der Hanglage. Sie soll oberhalb der Häuser 6 und 6 a erfolgen und in einem Wendeplatz enden. Wie viele Wohnungen am Ende wirklich dabei herausspringen werden, ist noch nicht ganz klar, zwischen 40 und 60 sollen es sein. Für genauere Zahlen ist zunächst einmal zu klären, wie viel zusätzlichen Verkehr die Zufahrtstraßen vertragen. Ein Gutachten soll Prognosen zur Belastbarkeit von Gartenstraße und der Straße Am Hengsberg liefern.

Mangel an Wohnraum

Der Bauausschuss stimmte dem Konzeptionsbeschluss zu, auch wenn kritische Stimmen laut wurden. „Die Nachbarschaft kocht schon ein bisschen“, sagte Ansgar Cziba (Grüne). Die Siedlung sei in Aufruhr.

Derartige Lagen hätte die Stadt vor zehn Jahren noch noch in Betracht gezogen, meinte Stadtbaurat Henrik Schumann. Ein solches Gebiet zu bebauen, werde für Investoren erst interessant, wenn es in einer gewissen Dichte bebaut würde. „Genau das sind unsere Probleme“, verwies er auf den Mangel an Wohnraum in der Stadt Siegen – er kenne keine andere Großstadt, die in den vergangenen Jahren so wenige Baugebiete entwickelt habe. „Der Druck ist da.“ Und das berge viele Konflikte.

Verkehrsgutachten von besonderer Bedeutung

Beschlossene Sache ist nun erst einmal die Entwicklung des Gärtnereigeländes gemäß vorliegender Konzeption, eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und dass die Planung in der Arbeitsgruppe Stadtplanung besprochen wird. Von besonderer Bedeutung wird hier das Verkehrsgutachten sein, auch eine genaue Bodenuntersuchung muss noch erfolgen, nicht zuletzt auf mögliche Altlasten wie etwa Pflanzenschutzmittel.

Die Verwaltung sieht grundsätzlich die städtischen wohnungspolitischen Ziele erfüllt, auch wenn sie dem Areal im 2018 beschlossenen Wohnbaulandkonzept noch keine hohe Priorität gegeben habe – wegen der schwierigen Verkehrssituation und möglicher Altlasten. „Die Entwicklung einer Brachfläche zu einem Wohngebiet senkt den Druck auf dem Mietwohnungsmarkt.“ Auch werde der Vorgabe des Gesetzgebers, sparsam mit Grund und Boden umzugehen, Rechnung getragen, wenn das ehemalige Gärtnereigelände wieder nutzbar gemacht werde.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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