Der Prinz hat ein Problem

ILLUSTRATION - ARCHIV - Die Statue der Justitia steht am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover. Die niedersächsischen Gerichte müssen über immer weniger Strafverfahren und Zivilstreitigkeiten verhandeln. Auch an den Verwaltungs-, Sozial- und Arbeitsgerichten sei der Trend leicht rückläufig, teilte das Justizministerium am 02.10.2012 mit. Ein möglicher Grund sei die wirtschaftlich entspannte Lage, die zu weniger Kündigungsschutzklagen und auch einem Rückgang an Kriminalität führe. Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
  • ILLUSTRATION - ARCHIV - Die Statue der Justitia steht am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover. Die niedersächsischen Gerichte müssen über immer weniger Strafverfahren und Zivilstreitigkeiten verhandeln. Auch an den Verwaltungs-, Sozial- und Arbeitsgerichten sei der Trend leicht rückläufig, teilte das Justizministerium am 02.10.2012 mit. Ein möglicher Grund sei die wirtschaftlich entspannte Lage, die zu weniger Kündigungsschutzklagen und auch einem Rückgang an Kriminalität führe. Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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tika - Es war eine Aussage, die ein Nachspiel hat. Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt gegen Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg wegen Verdachts auf Androhung einer Straftat. „Wir haben ein Ermittlungsverfahren aufgenommen“, bestätigte Oberstaatsanwalt Johannes Daheim gestern auf Anfrage der Siegener Zeitung.

In einem Radio-Interview hatte sich Prinz Richard verärgert über den Rechtsstreit zwischen Wisent-Trägerverein und Waldbauern gezeigt, der gestern vor dem Landgericht in die vorerst finale Runde ging.

„Es ist zum Kotzen, und wenn die es schaffen, die Wisente, die jetzt draußen rumlaufen, abzuschaffen, dann kann es gut sein, dass ihre Höfe brennen, das wissen die auch ganz genau, ich zünde sie nicht an, aber ich weiß, wie es geht“, hatte Prinz Richard in dem Interview gesagt. Auf Grundlage des Paragraphen 126 „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen den Mann von Schloss Bad Berleburg.

Der Rechtsanwalt eines Waldbauern, Hans-Jürgen Thies, sagte laut einer Zeitung aus dem Rheinland, dass es sich bei diesen Aussagen um einen „inakzeptablen Akt der Volksverhetzung und der versuchten Anstiftung zur Brandstiftung“ handele. Sein Mandant fühle sich bedroht und habe Angst um die Unversehrtheit seiner Kinder. Zwar ist Prinz Richard kein Mitglied des Wisent-Trägervereins, dass die Ermittlungen allerdings unmittelbar vor der Entscheidung im Prozess bekannt wurden, war aber wohl kein Zufall.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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