Der Räuber mit der Pfefferpistole

 Mit der vorgehaltenen Pfefferpistole zwingt der Räuber Hotzenplotz die Großmutter zur Herausgabe der musikalischen Kaffeemühle. Für diese Untat wird er ganz schön büßen müssen … Foto: bö
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bö - Über ein halbes Jahrhundert hat die Geschichte vom „Räuber Hotzenplotz“ jetzt auf dem Buckel und sie zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen, begeistert vielmehr eine Generation von Lesern, Film- und Fernsehzuschauern und Theaterbesuchern nach der anderen. Die Story ist, ein wenig flapsig ausgedrückt, schlichtweg unkaputtbar. Und das liegt daran, dass der im vergangenen Jahr verstorbene Otfried Preussler so ein genialer Erzähler war. Denn eines ist mal klar, wer für Kinder schreibt oder spielt, der hat nicht nur ein begeisterungsfähiges und dankbares, sondern auch sehr kritisches Publikum. Die Jungs und Mädels kennen das Wort Höflichkeitsapplaus vermutlich gar nicht. Wenn denen langweilig ist, teilen sie das unmissverständlich mit.

Und langweilig war den jungen Theatergängern, die am späten Samstagnachmittag im sehr gut besuchten Apollo-Theater ein Rendezvous mit dem Hotzenplotz und seiner Pfefferpistole , dem Kasperl, dem Zwackelmann und all den anderen hatten, ganz sicher nicht. Eher hier und da mal ein bisschen unheimlich … Das Landestheater Detmold lieferte eine Inszenierung ab, die sich sehen lassen konnte. Da war Schwung drin und Action, die kleinen Helden ließen die Großen ganz schön alt aussehen und letztlich landeten – wie in jedem guten Krimi – die Bösen hinter Gittern. Dass der Hotzenplotz dabei in einem Vogelkäfig „einsaß“, geschah ihm ganz recht. Man raubt eben einer alten Dame keine musikalische Kaffeemühle, die deren Lieblingslied spielt. Dass das die Zithermelodie aus einem berühmten Agentenfilm war, gehörte zu den Gags am Rande, an denen auch die Erwachsenen ihren Spaß hatten. Aber den hat man am „Hotzenplotz“ ja eigentlich sowieso.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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