Der Regen schreckte nicht ab

Plötzlich goss es am Sonntag wie aus Eimern. Die Fritz-Busch-Musikschule musste wenig später ihr Konzert einstellen. Foto: dima
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ch - Siegen kann feiern. Das hat Siegen zuletzt im vergangenen Jahr beim Feuerwehr-Jubiläum – die Blauröcke des Oberzentrums feierten den 150. Geburtstag – und beim Landesturnfest bewiesen. Doch das Uferfest, mit dem die Bürger am Wochenende ihre neue Stadtmitte feierten, ist ein richtig großes, erwachsenes Stadtfest geworden, das größte Fest seit dem NRW-Tag im Jahr 2010.

Immerhin 130 000 Menschen strömten an drei Tagen in die Innenstadt, um die neu gestalteten Ufer und Einkaufszonen zu bestaunen. Oder um zu shoppen und dann Party zu machen: Über 100 Akteure hatten die Straßen vom Bahnhof bis zur Fißmer-Anlage in eine Festmeile verwandelt. „Es lief rund“, freute sich Astrid Schneider, Chef-Organisatorin des Uferfests und Geschäftsführerin der Gesellschaft für Stadtmarketing Siegen (GSS) – auch wenn Tief „Netti“ am Sonntag Abkühlung und jede Menge Regen brachte, der dafür sorgte, dass viele Aktionen abgebrochen und Stände abgebaut werden mussten. Schneiders Kommentar: „Petrus weinte vor Begeisterung! Denn das abwechslungsreiche Programm wurde an allen Tagen honoriert, vor allen Bühnen, vor allen Aktionsständen und Angeboten der Gastronomie herrschte gleichmäßiger Betrieb“, zog Schneider Bilanz.

Gelungen. Sympathisch. Friedlich. Alle Veranstalter des Siegener Uferfestes – neben der GSS die Stadt Siegen, das Apollo-Theater und die ISG Oberstadt – zogen nach der Party ein „durchweg positives Fazit“. „Es wurde gelassen gefeiert, es gab keine besonderen Vorfälle, wie Polizei und Ordnungsamt berichten, und das befürchtete Verkehrschaos wegen der vielen Straßensperrungen ist ausgeblieben. Die Messlatte für künftige Stadtfeste liegt hoch“, so Siegens Bürgermeister Steffen Mues.

Die Siegener würden sich wohlfühlen, fuhr Mues fort – einmal mit Blick auf das Fest selbst, zum anderen angesichts der Effekte durch den Umbau der Innenstadt. Mues: „Das spürt man, das Selbstwertgefühl ist zudem größer geworden!“ Das gelte auch für den Siegener Einzelhandel und die Gastronomie, so Thiemo Brinkmann von der ISG: „Die Unternehmen finden das neue Siegen sauber, sicher und schön. Außerdem hat das Großprojekt ,Siegen – Zu neuen Ufern’ bereits jetzt bewirkt, dass Ober- und Unterstadt endlich zusammenwachsen!“

Mit dem Uferfest feierten die Siegener den Umbau der Innenstadt. Mit dem Regionale-2013-Projekt „Siegen- zu neuen Ufern“ ist für 23,4 Mill. Euro (Landesförderung: 80 Prozent) nicht nur die Siegplatte verschwunden und sind neue Stufen an der Sieg entstanden. Sondern auch die Fußgängerzonen von der Bahnhofstraße bis zum Dicken Turm wurden neu gestaltet, der zweite Bauabschnitt der Kölner Straße bis zum Kornmarkt befindet sich gerade in Arbeit. Außerdem wurde die untere Stadtmauer saniert und die Sandstraße auf Vordermann gebracht.

NRW-Städtebauminister Michael Groschek lobt beim offiziellen Festakt am Sonntag die Krönchenstadt. Siegen habe „das Missverständnis, der autogerechten Stadt nachzutrauern, besiegt“. Es gebe nun eine befreite Sieg, einen Campus in der Innenstadt und dazu eine Karstadt-Niederlassung, „die bundesweit das erste Kaufhaus für Kurzwaren ist, in dem auch Vorlesungen angeboten werden“. Die Krönchenstadt habe verstanden, dass sie alles daran setzen müsse, mit Blick auf die Demografie-Falle junge Menschen an sich zu binden.

Siegen zähle zu den NRW-Aufsteigerstädten. Er begreife die Regionale 2013 als Startschuss für die Krönchenstadt. „Ihr Baujahrzehnt hat mit der Umsetzung erst begonnen“, versprach das Regierungsmitglied, „wir werden Sie weiterhin fördern und fordern!“ Und dann Groscheks Spruch des Tages: „Ein bisschen verliebt in Siegen bin ich auch, deshalb seien Sie frohen Mutes, es wird weiter Geld fließen.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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