Bürger in Geisweid wollen mehr als einen Supermarkt
Der Ruf nach einem Aldi verhallt noch nicht

Der Rewe-Supermarkt am Rathaus wächst langsam heran, ein konkreter Eröffnungstermin steht noch nicht fest.
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  • Der Rewe-Supermarkt am Rathaus wächst langsam heran, ein konkreter Eröffnungstermin steht noch nicht fest.
  • hochgeladen von Michael Roth (Redakteur)

mir  Geisweid. „Gut für Geisweid“, die Interessengemeinschaft, verfügt weiter über eine breite Basis in der Bürgerschaft. Davon zeugt das große Interesse beim Neujahrstreff im Gemeindezentrum „mittendrin“. Eines fällt auf, die alten Probleme sind nach wie vor aktuell bzw. haben an Brisanz zugenommen.

Thema Elih-Bebauung bleibt aktuell

Unverkennbar, einen Aldi-Discounter möglichst auf dem Elih-Areal favorisieren viele Geisweider nach wie vor. Ein Teilnehmer sagte es so: „Viele sagen, Geisweid ist abgehängt. Wir möchten endlich einen Aldi haben.“ Ein zweiter Beitrag erweiterte das Gesagte, die auf dem Elih-Grundstück geplanten 200 Wohnungen gäben für Geisweid eine spürbare Belebung. In beiden Fällen brandete Beifall auf.

Die versammelte Politik wiederholte ihre vor Jahren geäußerten Standpunkte. Von Zustimmung bei Detlef Rujanski (SPD) über Ablehnung bei Klaus Volker Walter (FDP) mit der Begründung, der Ortskern werde dadurch leerer, bis zu Rüdiger Heupels (CDU) Rat, Elih könne sein Vorhaben ja über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan realisieren. Und Michael Groß (Grüne) blieb beim Standpunkt, erst Rewe eröffnen zu lassen. In Siegen sei die City-Galerie zu groß konzipiert worden, an dem Leerstand knabbere die Oberstadt immer noch. Deshalb müsse man den Bedarf für Geisweid seriös prüfen lassen. Zuhörer ergänzten, Aldi habe es bereits zweimal in Geisweid gegeben, beide Male seien die Läden wieder geschlossen worden. Am 24. März will man an dem Thema weiterarbeiten, für den Tag ist im Bürgerhaus ein Bürgerforum mit Arbeitsgruppen auch zu der Thematik geplant. Die Werbegemeinschaft in Person von Heiner Köhne zeigte Zustimmung für die Ansicht von Groß. Namens der IG „Gut für Geisweid“ plädierte Uli Höfer für Wohnungen auf dem Elih-Areal, „das bringt Geisweid einen Mehrwert“.

Rewe-Markt in der Bauphase

Der besagte Rewe-Markt am Rathaus ist im Werden begriffen, die ersten Wände stehen. Der Komplex „nimmt so ganz langsam Gestalt an“, formulierte Höfer seine Kritik. Mehrfach habe er bei der Schoofs-Gruppe nachgefragt, aber keine Angaben zu möglichen Eröffnung erhalten. Ja, die Informationspolitik in der Frage sei nicht gut, schob Höfer nach: „Die Bürger warten auf den Supermarkt am Rathaus. Der nahe gelegene Nahkauf ist bereits 2014 geschlossen worden.“

Wie sieht es am Ortseingang von Geisweid aus? Ein Autohändler hat dort seine gebrauchten Pkw abgestellt, auf der Freifläche nebenan stehen zwei, drei schrottreife Fahrzeuge. Neuerdings sind die eingezäunt. Das Ordnungsamt der Stadt Siegen hat die Gefahrenstelle gesichert. Bürgermeister Steffen Mues regte sich ein wenig auf: „Der Zustand war unerträglich.“

Standort für die Kreispolizeibehörde? 

Gleich nebenan stand einst das Stahlwerke-Hochhaus, ein für Geisweid prägendes Gebäude. Die Stadt Siegen wollte die freie Fläche kaufen, um stadtgestalterisch tätig werden zu können. Ja, die Verträge waren bereits ausgehandelt. Nochmals Mues: „Am Tag vor der Beurkundung kam die Absage.“ Uli Höfer und andere Teilnehmer sprachen offen aus, wofür sie die freie Fläche am liebsten verwendet sähen: „Wir sollten die Polizei nach Geisweid holen.“ Dass für die Kreispolizeibehörde ein neuer und größerer Standort als der in Weidenau gesucht wird, ist allseits bekannt.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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