Der Sprung ins Wasser wird teurer

Stadtverwaltung plant Erhöhung der Eintrittspreise in Hallen- und Freibäder

Siegen. Wer in der Krönchenstadt ab dem 1. Januar 2001 den Sprung ins kühle oder vorgeheizte Nass wagen möchte, muss aller Voraussicht nach tiefer in die Tasche greifen: Die Verwaltung plant, die Preise für Einzelkarten bei Erwachsenen von 4 auf 5 und bei Jugendlichen von 2 auf 2,50 DM zu erhöhen. Auch die Preise für Zehnerkarten sollen deutlich angehoben werden: Erwachsene sollen 40 DM (bislang 36), Jugendliche 20 DM (bislang 18) bezahlen. Ein kräftiger Preisaufschlag ist auch für Freibad-Saisonkarten zu erwarten. Kostet die Erwachsenenkarte bisher noch 85 und die Jugendlichenkarte 42,50 DM, so sollen ab dem kommenden Jahr 100 bzw. 50 DM an der Kasse verlangt werden. Begründung der Stadtverwaltung für den Vorstoß, der jetzt den Weg durch die kommunalen Gremien antritt: Gemäß der Haushaltsveranschlagung 2000 liege der Zuschussbedarf der städtischen Bäder bei rund 2,4 Mill. DM. Wesentliche Ausgaben seien die Personalkosten, die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten sowie die Ausgaben für die bauliche Unterhaltung. Und die Haupteinnahmequelle zur Finanzierung seien eben – die Eintrittsgelder. Kurzum: Die höheren Eintrittspreise sollen das städtische „Wasserloch” zumindest etwas abdichten. Die Siegener Hallen- und Warmwasserfreibäder, so die Verwaltung weiter, befänden sich im Wettbewerb mit Spaß- und Freizeitbädern in der näheren Umgebung. So sei bereits in den vergangenen Jahren seitens der Bäderverwaltung damit begonnen worden, die Attraktivität der Siegener Bäder durch Kursangebote, wie z.B. Wassergymnastik, Aqua-Jogging, Kinderspielnachmittage und besondere Einzelveranstaltungen zu steigern. Die bisherige Resonanz auf diese Aktivitäten sei positiv. Die Bäderverwaltung strebe sogar eine Erweiterung des Angebots an. Konzeptionell sei dem Trend Gesundheit und Wellness eine besondere Bedeutung beizumessen. Erste Maßnahmen – insbesondere im Saunabereich – seien erfolgreich eingeleitet und gut angenommen worden. Eine weitere Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung der Siegener Badeanstalten sei in diesem Jahr die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit gewesen. Neben der Präsentation der Bäder auf der SILA 2000 wurde erstmals ein so genanntes „Bäder-Info” herausgegeben, das in anschaulicher Aufmachung alle Siegener Bäder darstellt. So sei im Kontext der eingeleiteten Qualitätsverbesserungen eine neue Tarifstruktur notwendig. Schließlich seien die aktuellen Eintrittspreise in den Warmwasserfreibädern seit dem 1. Januar 1997, in Hallenbädern sogar seit dem 1. Januar 1994 nicht mehr erhöht worden. In Anbetracht des jährlichen Zuschussbedarfs für die Bäder und der schwierigen Finanzsituation der Stadt sei es zugleich unerlässlich, die Eintrittspreise anzuheben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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