Der SV Hubenfeld wird aufgelöst!

Große Mehrheit der Mitglieder entschied:

Fußball-Abteilung und Gymnastik-Frauen schließen sich dem SuS Niederschelden an

ubau Niederschelden. Mit großer Mehrheit votierten die 42 anwesenden Mitglieder des SV Hubenfeld bei ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag im Gasthof »Lindenhof« für die Auflösung ihres Vereins zum 15. Juni dieses Jahres und den damit verbundenen Anschluss an den »großen Nachbarn« SuS Niederschelden. Dessen Mitglieder hatten sich bereits eine Stunde zuvor während ihrer notwendig gewordenen außerordentlichen Mitgliederversammlung im Rosengarten-Sportheim einstimmig für die »Aufnahme der Mitglieder, der Übernahme des Vereinsvermögens, der Verbindlichkeiten und der sonstigen Verpflichtungen des SV Hubenfeld« ausgesprochen.

Die Chronologie des Nachmittags: Zunächst stimmten alle 51 anwesenden SuS-Mitglieder für die Aufnahme des SV Hubenfeld (Fußball-Abteilung, Damen-Gymnastik-Abteilung). Laut Satzung hätte schon eine einfache Mehrheit gereicht. Ausschlag gebend für dieses klare Votum waren vor allem zwei Argumente: Zum einen übernimmt der SuS einen finanziell gesunden Verein (SuS-Vorsitzender Rainer Hofmann: »Uns ist versichert worden, dass keine Verbindlichkeiten bestehen.«), und zum anderen vergrößert sich die Mitgliederzahl im Falle des Beitritts des SV Hubenfeld um 162 Personen auf knapp über 700. »Wir sind in Vorleistung getreten. Jetzt sind die Hubenfelder am Zug«, spielte Rainer Hofmann im Gespräch mit der SZ den verbalen Steilpass zum designierten Partner, der kurz darauf im Gasthof Lindenhof tagte.

Dort warb der 1. Vorsitzende des SV Hubenfeld, Hans Walter Baumgarten, für die Auflösung des 1976 gegründeten Vereins und den damit verbundenen Beitritt zum SuS Niederschelden. Andernfalls »ist der Verein erledigt, da kein geschäftsführender Vorstand mehr vorhanden ist«, warnte Baumgarten, der ebenso wie Haupt-Geschäftsführerin Birgit Baumgarten im Vorfeld der Versammlung kund getan hatte, für eine neuerliche Kandidatur nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Ehrenamtliche Helfer fehlten

Die Suche nach potenziellen Nachfolgern sei ergebnislos verlaufen, so Hans Walter Baumgarten. Das war für ihn freilich keine Überraschung, denn: »Unser größtes Manko ist seit längerem, dass wir über zu wenig ehrenamtliche Helfer verfügen. Kaum jemand ist noch bereit, sich zu engagieren.« Daher sei es sinnvoll, die Kräfte zu bündeln und aus zwei Konkurrenzvereinen einen zu machen.

Baumgartens Appelle fruchteten. 39 der 42 anwesenden Mitglieder stimmten für die Auflösung des Vereins, mit dem Ziel, künftig »alle sportlichen Aktivitäten, den Mitgliederbestand und das Vereinsvermögen in den SuS einzubringen.« Erforderlich war eine 3/4-Mehrheit.

»Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen«, brachte der Ehrenvorsitzende des SV Hubenfeld, Helmut Schumacher, die allgemeine Stimmungslage nach der Abstimmung auf den Punkt. Zufriedene Gesichter gab es auch bei den mittlerweile zur Versammlung hinzu gestoßenen Verantwortlichen des SuS. Vorsitzender Rainer Hofmann: »Wir freuen uns darüber, dass der Anschluss nunmehr besiegelt ist und heißen alle Mitglieder des SV Hubenfeld herzlich willkommen bei uns.«

Unterlagen bis 31. März zum FLVW

Die Unterlagen müssen nun fristgerecht bis zum 31. März beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) eingereicht werden, damit dieser den Anschluss des SV Hubenfeld an den SuS genehmigt. Rechtlich wirksam wird die Auflösung und der Beitritt dann zum 15. Juni dieses Jahres. Um den Verein bis dahin funktionsfähig zu halten, bleibt der geschäftsführende Vorstand des SVH weiter im Amt. Darüber hinaus bestimmten die Hubenfelder in Helmut Schumacher und Reiner Hoffmann zwei Bevollmächtigte, die den Übergang bis zur nächsten Jahreshauptversammlung des SuS Niederschelden im Februar 2003 begleiten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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