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Reaktionen bei zweiter Impfung unterschiedlich
Der zweite Piks legt viele flach

Nicht alle Geimpften haben nach dem zweiten Piks in gleicher Intensität mit Reaktionen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit zu kämpfen. Woran liegt das?
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sabe Siegen. Mittlerweile haben immer mehr Siegener und Wittgensteiner ihre Zweitimpfung im Arm. Oder zumindest ist der Termin für die nächsten Wochen gesetzt. Doch gerade bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna kommt es beim zweiten Piks zu stärkeren Nebenwirkungen als beim ersten Impfen – bei AstraZeneca geht die Reihenfolge umgekehrt. Allerdings: Nicht alle Geimpften haben in gleicher Intensität mit Impfreaktionen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit zu kämpfen. Woran liegt das?

Den Grund für ein Mehraufkommen an Müdigkeit und Co. nach der zweiten mRNA-Dosis hat Dr. Andreas Farnschläder, Leitender Hygienebeauftragter, Arzt im Siegener St.

sabe Siegen. Mittlerweile haben immer mehr Siegener und Wittgensteiner ihre Zweitimpfung im Arm. Oder zumindest ist der Termin für die nächsten Wochen gesetzt. Doch gerade bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna kommt es beim zweiten Piks zu stärkeren Nebenwirkungen als beim ersten Impfen – bei AstraZeneca geht die Reihenfolge umgekehrt. Allerdings: Nicht alle Geimpften haben in gleicher Intensität mit Impfreaktionen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit zu kämpfen. Woran liegt das?

Den Grund für ein Mehraufkommen an Müdigkeit und Co. nach der zweiten mRNA-Dosis hat Dr. Andreas Farnschläder, Leitender Hygienebeauftragter, Arzt im Siegener St.-Marienkrankenhaus und „Impfarzt“, schnell erklärt: Beim ersten Mal werden zuerst einmal Antikörper gebildet, es reagiert also nur das angeborene Immunsystem auf die im Impfstoff enthaltene RNA des Virus. Bei der Zweitimpfung komme zusätzlich zum angeborenen Immunsystem das neu adaptive Immunsystem dazu, also jener Teil, der aufgrund der Erstimpfung gegen das Coronavirus entstanden ist. „Die Reaktionen fallen demnach häufig heftiger aus.“

Nebenwirkungen hängen vom eigenen Immunsystem ab

Warum aber hat der gestern geimpfte Arbeitskollege nicht mal das kleinste Wehwehchen? Und die heute geimpfte Nachbarin muss jetzt vor lauter Grippesymptomen zwei Tage lang das Bett hüten. Wie geht das zusammen? Farnschläder findet, dazu könne man generell wenig sagen. „Das hängt immer auch vom eigenen Immunsystem ab.“ Ein Beispiel: Ist das Immunsystem – zum Beispiel durch regelmäßige Grippeimpfungen – sozusagen impferprobt, könne sich die Immunreaktion bei einer Corona-Impfung in Grenzen halten. Aber es bleibt der Konjunktiv.

"Man sollte körperliche Belastungen
 für einige Tage meiden.
Alkohol mal mindestens eine Woche."

Dr. Andreas Farnschläder
Arzt im St.-Marienkrankenhaus

Denn selbst ein „geschultes“ Immunsystem kann mit der „potenten Wirkung“ des Corona-Impfstoffes „sehr beschäftigt“ sein. Ob und wie stark eine Impfreaktion nach der zweiten Dosis Biontech oder Moderna ausfällt, hängt also vor allem an der Individualität des Immunsystems und lässt daher auch keine Rückschlüsse oder Resultate auf die Schutzwirkung zu.

Bei der Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer kommt es häufiger zu mehr Nebenwirkungen als bei der ersten.
  • Bei der Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer kommt es häufiger zu mehr Nebenwirkungen als bei der ersten.
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Starke Impfreaktionen sind demnach – so wie es manche Impfmythen bereits erzählen wollen – nicht obligat für eine gute Immunantwort auf den Corona-Impfstoff. „Es zeigen sich auch bei Impflingen ohne Nebenwirkungen ausreichend Antikörper“, sagt Farnschläder.

Körper leistet nach Impfung viel Arbeit

Deshalb: Gehört man zu den Glücklichen, die nach der zweiten Spritze quietschfidel und ohne Nebenwirkungen bleiben, sollte man daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen. „Auch ohne äußerliche Reaktion leistet der Körper nach der Impfung durchaus viel Arbeit.“ Zwei, drei Stunden später im Fitnessstudio Bankdrücken oder just auf die neue/alte Freiheit mit Freunden gediegen anstoßen? „Besser nicht“, rät der Facharzt. „Man sollte körperliche Belastungen für einige Tage meiden. Alkohol mal mindestens eine Woche.“

Nicht alle Geimpften haben nach dem zweiten Piks in gleicher Intensität mit Reaktionen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit zu kämpfen. Woran liegt das?
Bei der Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer kommt es häufiger zu mehr Nebenwirkungen als bei der ersten.
Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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