„Des Liedes Flammen“

Werner Müller, Vorsitzender des MGV Arion Gosenbach, überreicht Chorleiter Werner Schmidt zum 25-Jährigen seiner Tätigkeit als Chorleiter in der Region ein Präsent. Der MGV Union Trupbach und der MGV Arion Gosenbach haben aus diesem Anlass ein Jubiläumskonzert organisiert.  Foto: gmz
  • Werner Müller, Vorsitzender des MGV Arion Gosenbach, überreicht Chorleiter Werner Schmidt zum 25-Jährigen seiner Tätigkeit als Chorleiter in der Region ein Präsent. Der MGV Union Trupbach und der MGV Arion Gosenbach haben aus diesem Anlass ein Jubiläumskonzert organisiert. Foto: gmz
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gmz Trupbach. Seit 25 Jahren ist Werner Schmidt als Chorleiter in der Region tätig. Das hat der MGV Union Trupbach gemeinsam mit dem MGV Arion Gosenbach zum Anlass genommen, ein Konzert zu Ehren des Jubilars in der Trupbacher Turnhalle auszurichten. Den Trupbacher Chor leitet Werner Schmidt seit 15 Jahren, in Gosenbach ist er seit zwei Jahren tätig; beide Chöre traten am Samstag in der gut besuchten Turnhalle gemeinsam auf, um mit festlichen Liedern und flotten Gesängen zu zeigen, wie „des Liedes heiße Flammen“ zum „Lodern“ gebracht worden sind, durch den Einsatz und das freundschaftlich geprägte Arbeiten Werner Schmidts mit seinen Chören, wie es Karl Wilhelm Müller, stellv. Vorsitzender der Union, in seiner Begrüßung formulierte. Werner Müller, Vorsitzender des Gosenbacher Chores, schloss sich den guten Wünschen für den Jubilar an. Beide Sprecher verbanden sie auch mit dem Dank an Gertrud Schmidt, die ihren Mann in all den Jahren unterstützt hat.

Das Repertoire der beiden, zusammen rund 40 Sänger zählenden Männerchöre, die durch die dynamisch akzentuierende Gestaltung der Lieder und sorgfältige artikulatorische Arbeit gefielen, erstreckte sich von besinnlichen Liedern wie dem getragenen „Abendlied“ (Adam), dem auf Deutsch und Russisch vorgetragenen „Tebje Pojem (Bortniansky) in einer spannungsvollen Interpretation zu Schuberts eindringlich „gelebter“ Vertonung des 23. Psalmes, umfasste stimmungsvolle Natur- und Herbstlieder wie die „Glocken der Heimat“ (Pappert) oder Schuberts wunderschönes und anspruchsvoll zu singendes „Dörfchen“, das sich, mit einfühlsamer Klavierbegleitung von Sonja Gerbershagen, von einer poetischen Beschreibung zu einem intensiven Appell für die Bewahrung der Erinnerung, der Heimat steigerte. Schwungvoll erklang unter dem zupackenden, energischen Dirigat Schmidts der Evergreen „Morgen, Mathilda“ (Cowan/Buchold), poetisch kraftvoll war Silchers „Schifferlied“, pointiert mitreißend war „Niemals vergess ich den Tag“ (Satz: Smith) mit einem guten Solo von Harald Suchard, und richtig schmissig gelang den Sängern der „Deutschmeister Regimentsmarsch“ (Siegler-Legel), bei dem das Publikum begeistert mitzog, wie die „Mädels“ im Lied hinter den „stolzen und feschen“ Infanteristen.

Überhaupt gab es für die Zuhörer immer wieder etwas zu tun: So durften sie auch beim letzten Lied des Gemischten Chores der Union Trupbach mitsingen, der als Gast auftrat. Mechthild Lorenz, die für Dagmar Klüser eingesprungen ist, ließ den Refrain des beliebten „Sierra Madre del Sur“ (Steinfeld) mitsingen und sorgte so für „Stimmung pur“. Pfiffig wurde die flotte Entschuldigung „Schuld war nur der Bossa Nova“ wiederholt, und „wein- und sonnenselig“ war die „Südliche Sommernacht“, in der die Sänger mit ihrer engagierten Leiterin „auf das Leben“ tranken, zumindest im Lied!

Auch der jüngste Chor von Werner Schmidt kam zum Zuge. Erst vor einem Jahr wurde Sono Vocale gegründet, und was die erfahrenen und stimmstarken Sänger mit dem geschlossenen Chorklang zu bieten hatten, konnte sich wirklich hören lassen. Vom innigen „Kum, Geselle min“ (Christ) über das poetisch-erzählende „Uti var hage“ (Alfven) zum beeindruckenden, nachdenklich in sich gekehrten „Ukutjula“ (einer Zulu-Weise im Satz von Werner Schmidt) mit einem fesselnden Solo von Michaela Kocher-Pucci, inklusive Schnalzlauten, bis zum witzig-spritzigen „Jetzt fahr’n wir übern See“ in einer ernstgenommenen Scherzlied-Version. Gekonnt! Ohne Zugabe ließ das Publikum die Sänger nicht von der Bühne und bedachte auch den Chorleiter-Jubilar noch einmal mit dankbarem Applaus! Am 8. November wird das Konzert in Gosenbach wiederholt. – Werner Schmidt will übrigens im kommenden Jahr mit dem Freudenberger Traumexpress wieder ein Musical mit Kindern und Jugendlichen auf die Beine stellen, wie er schon innerhalb von zehn Jahren alle drei „Tabaluga“-Teile aufgeführt und in zahllosen Aufführungen Groß und Klein begeistert hat

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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