Nebeneffekt der Corona-Maßnahmen
Deutlich weniger Windpocken-Fälle

Die Corona-Maßnahmen haben zu einem starken Rückgang der Windpocken-Fälle geführt, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird.
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  • Die Corona-Maßnahmen haben zu einem starken Rückgang der Windpocken-Fälle geführt, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird.
  • Foto: AOK/hfr.
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

sz/ap Siegen. Die Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie haben einen positiven Nebeneffekt: Im Kreis Siegen-Wittgenstein sind im Jahr 2020 viele Infektionskrankheiten deutlich zurückgegangen. Dazu gehören auch die gemeldeten Windpockenfälle. „Ich kann mich nur an drei Fälle im vergangenen Jahr erinnern“, teilt der Siegener Kinder- und Jugendarzt Philipp Wolf auf SZ-Anfrage mit.

Kinder- und Jugendarzt Philipp Wolf.

Insgesamt wurden im Kreisgebiet 14 Infektionsfälle gemeldet, im Vorjahr waren es noch 24. Diese Entwicklung spiegelt sich auch bundesweit wider, wie die AOK Nordwest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mitteilt. „Das kann natürlich damit zusammenhängen, dass das Tragen einer Maske die Übertragung erschwert“, so Wolf – denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird.
Das Tückische daran ist: „Obwohl man sich nicht krank fühlt, kann man ansteckend sein“, erklärt der Kinderarzt. Deshalb sei davon auszugehen, dass die Corona-bedingten Kita- und Schulschließungen eine Rolle bei der Positiv-Entwicklung gespielt haben.

Ansteckend bevor es sichtbar wird

Die Ansteckungsgefahr beginnt bereits ein bis zwei Tage bevor am ganzen Körper linsengroße rote Pusteln auftreten, die sich zunächst in stark juckende Knötchen und anschließend in Bläschen verwandeln. Diese sind mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt, die in hohem Maße ansteckend ist. Deshalb sollten Windpocken trotz des extremen Juckreizes nicht aufgekratzt werden. Erst zehn Tage bis drei Wochen nach der Ansteckung können Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen und Fieber auftreten.
Nach einer durchgemachten Infektion ist man jedoch nicht immun. Die Windpocken-Erreger bleiben – wie alle Herpesviren – im Körper. Sie ruhen sozusagen und können unter besonderen Umständen reaktiviert werden. Dann verursachen sie die sogenannte Gürtelrose (Zoster).

Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Varizellen-Impfung für alle Kinder, vorzugsweise im Alter von 11 bis 14 Monaten (1. Impfung) und 15 bis 23 Monaten (2. Impfung). Durch die „relativ konsequenten“ Schutzimpfungen bei Kleinkindern sei es nicht verwunderlich, dass die Fallzahlen – unabhängig von Corona – immer weiter zurückgehen, folgert Wolf.

Die Corona-Maßnahmen haben zu einem starken Rückgang der Windpocken-Fälle geführt, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird.
Kinder- und Jugendarzt Philipp Wolf.
Autor:

Alexandra Pfeifer

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