Deutsche Bahn entschuldigt sich

 An diesen Anblick haben sich Anlieger und Verkehrsteilnehmer längst gewöhnt – die Dauerbaustelle zum Auer Industriegebiet. 2017 soll das Thema endgültig erledigt sein. Foto: Martin Völkel
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vö - Da dürfte der ein oder andere Besucher der gestrigen Bürgersammlung im Auer Bürgerhaus sicherlich ein anderes Zeitbudget eingeplant haben: Doch in nicht einmal einer Stunde war die Thematik abgearbeitet. Sachlich, konstruktiv, ohne große Emotionen oder Schuldzuweisungen.

Jene Thematik, die in den vergangenen drei Jahren in Aue und deutlich darüber hinaus für so viel Diskussionsstoff gesorgt hatte. Die Dauerbaustelle am Bahnübergang „Zum Heilbach“ wartet bekanntermaßen weiterhin auf die weitere Bearbeitung.

Doch jetzt ist eindeutig Land in Sicht. Und dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Deutsche Bahn (DB) als Auftraggeberin eine komplette Kehrtwendung vollzogen hat. „Wir können uns hier heute nur entschuldigen für die Unannehmlichkeiten“, machte Jürgen Akkermann von der DB vor rund 30 Zuhörern – darunter zahlreiche Kommunalpolitiker und auch die Bad Berleburger Stadtverwaltung – im Auer Bürgerhaus unmissverständlich reinen Tisch. Eindeutig sei, dass das ursprünglich beauftragte Ingenieurbüro Planungsfehler gemacht habe. Und: Auch eine zweimalige Nachbesserung sei ohne Erfolg geblieben. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten habe aufgezeigt, dass eine neue Vorentwurfsplanung erforderlich sei. Jürgen Akkermann: „Mit dem Resultat, dass es jetzt auf eine Anhebung des Gleisbettes hinausläuft. Das ist natürlich eine andere Hausnummer. Wir haben mit Sicherheit nichts liegen oder schleifen lassen.“

Die Zielsetzung sei, die Maßnahme im Jahr 2017 abzuschließen: „Wir sind der Meinung, dass wir eine Lösung gefunden haben, die den Anforderungen entspricht.“ Akkermann erörterte, dass das Gleis um 80 Zentimeter angehoben und die Straße durch eine veränderte Neigung um insgesamt 40 Zentimeter abgesenkt werde (die Siegener Zeitung berichtete). Vollsperrungen seien nur in sehr geringem Umfang notwendig, ergänzte Akkermanns Kollege Matthias Rudat: ein Tag für die L 553 und insgesamt drei Wochenenden am Bahnübergang in Richtung Industriegebiet. Das Vorgehen werde selbstverständlich mit den Anliegern abgesprochen. „Wir werden die Informationen offensiv an Sie weiter geben.“

Durch die Gleisbettanhebung rückt nicht zuletzt das Thema Schallschutz in den Fokus. „Alle Möglichkeiten, die zugelassen sind, werden wir ausnutzen – auch auf freiwilliger Basis“, unterstrich Jürgen Akkermann. Der DB-Vertreter machte auch noch einmal deutlich, dass die Kommune an den durch die bisherigen Planungsfehler entstanden Mehrkosten definitiv nicht zu beteiligen sei.

Die Politiker vor Ort werden es gerne gehört haben. „Das war sehr ärgerlich, was damals gelaufen ist“, sagte der Bad Berleburger CDU-Fraktionsvorsitzende Eberhard Friedrich gestern, der jetzt eingeschlagene Weg sei aber der richtige. Zustimmung auch von dessen UWG-Ratskollegen Horst Günter Linde: „Die Prioritäten sind jetzt andere und das ist richtig so.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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