Personenverkehr ab Mittwoch betroffen
Deutsche Bahn: Lokführer stimmen für Streik

Mit einem eindeutigen Ergebnis haben die Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL für einen Streik ausgesprochen.
  • Mit einem eindeutigen Ergebnis haben die Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL für einen Streik ausgesprochen.
  • Foto: Deutsche Bahn
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Siegen/Berlin. Die Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL wollen streiken. 95 Prozent der Mitglieder, die an der Urabstimmung teilgenommen haben, sprachen sich für den Arbeitskampf aus. Es ist das erste Mal sei sechs Jahren, dass die GDL in den Streik tritt. Der Streik soll für die DB Cargo bereits am heutigen Dienstag, 10. August, um 19 Uhr beginnen. Der Personenverkehr der Deutschen Bahn soll bundesweit ab 2 Uhr am Mittwoch, 11. August, folgen.

Lokführer wollen Verbesserungen über Streik erreichen

GDL-Chef Claus Weselsky gab das Ergebnis der Urabstimmung am Dienstag in einer Pressekonferenz bekannt. „Dieses eindeutige Ergebnis zeigt, dass sich die Deutsche Bahn in einer Auseinandersetzung mit den eigenen Arbeitnehmern befindet”, sagte Weselsky. „Wir können Verbesserungen nur über Streiks erreichen.” 70 Prozent der GDL-Mitglieder hatten sich an der Urabstimmung beteiligt - davon sprachen sich 95 Prozent für den Arbeitskampf aus.

Pendler können sich damit voraussichtlich bereits ab Mittwoch auf eine stressige Zeit einstellen. Weselsky hatte noch im Vorfeld versprochen, Bahnkunden vorzeitig über den Ablauf des Streiks informieren zu wollen. Grundsätzlich sieht die GDL aber keine Beschränkungen für Ort oder zeitliche Länge der Streiks. Weselsky hatte es zugleich erneut abgelehnt, ohne neues Angebot der Bahn an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wie dies in den vergangenen Wochen mehrfach gefordert worden war. Die GDL will eine Nullrunde im laufenden Jahr nicht akzeptieren und verlangt eine deutliche Corona-Prämie und Einkommenssteigerungen von 3,2 Prozent bei 28 Monaten Laufzeit.

Die Bahn will hingegen angesichts von neuen Milliardenverlusten einen länger laufenden Tarifvertrag und spätere Erhöhungsstufen bei gleicher Prozentzahl. Ein Streik wäre eine “Attacke auf das ganze Land”, hatte Bahn-Personalchef Martin Seiler erklärt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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