Deutsche Wissenschaft ist im internationalen Vergleich gut

Jahresempfang des Rektorats der Uni Siegen:

Präsident der Hochschulrektorenkonferenz war Festredner

Siegen. Ganz im Zeichen von Internationalität und Globalisierung stand gestern Abend der traditionelle Jahresempfang des Rektorats der Universität Siegen. Zum einen wurden - wie bereits gewohnt – ausländische und auch deutsche Studierende für ihre wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, zum anderen war Prof. Dr. Klaus Landfried, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, der Einladung in die Krönchenstadt gefolgt und referierte zum Thema „Sind die deutschen Hochschulen der Herausforderung durch die Globalisierung gewachsen?”

Zuvorderst jedoch war es an Rektor Prof. Dr. Albert Walenta, die zahlreich erschienenen Gäste aus allen Sparten der Gesellschaft zu begrüßen. Walenta ließ es sich nicht entgehen, vor erlesenem Publikum auf die stattliche Steigerung der Anzahl der Erstsemester in Siegen zum soeben angelaufenen Wintersemester zu verweisen.

Erstmals trat Altenkirchens Landrat Dr. Alfred Beth in seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender bei einem Jahresempfang vors Mikrofon. Das Rotationsprinzip beim Kuratoriumsvorsitz unterstreiche, dass die Universität Siegen grenzübergreifend im Dreiländereck verankert sei. Dr. Henning Schleifenbaum, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule, verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass der lang gehegte Wunsch nach einem Gästehaus der Hochschule Realität werde. Für die jungen Hightech-Unternehmen, die sich im neuen Gebäude der Gesellschaft für Innovation und Transfer (GIT) ansiedeln werden, wünschte er sich gute Kontakte in die Region und zu eingesessenen Firmen, der Universität die definitive Herausbildung eines „Siegen-spezifischen Profils”.

Prorektorin Prof. Dr. Theodora Hantos schritt alsdann zur Preisverleihung. Die Auszeichnung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erhielt in diesem Jahr die Polin Natasza Stelmaszyk für ihre Magisterarbeit zum Thema „Polnische Literatur und ihre Übersetzungen in Deutschland anhand der Übersetzungs- und Publikationsarbeit von Karl Dedecius.” Als Betreuer fungierte Prof. Dr. Karl Riha. Der Studienpreis für ausländische Studierende ging in Abwesenheit an Dr. Wen-berng Pong aus Taiwan für seine Doktorarbeit zum Thema „Das Verhältnis des kategorischen Imperativs und des Gewissens bei Fichte.” Dr. Wen-berng Pong wurde von Prof. Dr. Wolfgang Schrader betreut und wartet derzeit in seiner Heimat auf die bevorstehende Berufung auf eine Professur.

Drei Preise der „Camilla-Dirlmeier-Gedächtnis-Stiftung” wurden vergeben. Diese gingen an Dr. Claudia Althaus für deren Doktorarbeit zum Thema „Erfahrung denken, Hannah Ahrendts Weg von der Zeitgeschichte zur politischen Theorie”, an Jens Aspelmeier für dessen Staatsexamensarbeit über „Die Wirtschaftsführung des Siegener Spitals in Spätmittelalter und Früher Neuzeit” sowie an Nicola Heike Kowski und deren Magisterarbeit über „Die politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika”.

Eines stellte Prof. Landfried in seinem Festvortrag eindeutig klar: „Ja, die deutsche Wissenschaft innerhalb und außerhalb der Hochschulen ist im internationalen Vergleich gut, jedenfalls besser als ihre Fähigkeit, ihre Leistungen zu ,verkaufen’…”. Diese Tatsache täusche indes nicht darüber hinweg, dass vielerorts Handlungsbedarf bestehe. Und der beginne bereits in den Schulen. Beispielhaft nannte Landfried das zurück gegangene Interesse der Schüler an den Naturwissenschaften, das es bereits in der Grundschule zu wecken gelte. Bei den Hochschulen machte er einmal mehr auf deren eklatante Unterfinanzierung aufmerksam. Zudem forderte er für die hohen Bildungseinrichtungen mehr Eigenverantwortung, um nicht zuletzt agieren zu können „wie ein Unternehmen am Markt”. Auch eine grundlegende Reform mit „unbürokratischer Gesamtkonzeption” der Studienfinanzierung stehe trotz BAFöG-Reform noch aus.

kk

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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