Die „Alm“ wird abgerissen

 So kennen viele Menschen aus der Region das idyllisch gelegene Ausflugslokal. Doch in wenigen Wochen rückt hier der Abrissbagger an, um die „Alm“ dem Erdboden gleichzumachen. Foto: thor
  • So kennen viele Menschen aus der Region das idyllisch gelegene Ausflugslokal. Doch in wenigen Wochen rückt hier der Abrissbagger an, um die „Alm“ dem Erdboden gleichzumachen. Foto: thor
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thor - Es ist ein erneuter und diesmal besonders herber Rückschlag für die Gastronomie im Oberkreis: In wenigen Wochen wird die „Alm“ zwischen Steineroth und Dauersberg Geschichte sein. Das beliebte Ausflugslokal wird Mitte Mai abgerissen. Und es ist alles andere als ein freiwilliger Rückzug von Stefan Acher, wie der Inhaber selbst im Gespräch mit der SZ klarstellte. Wirtschaftliche Gründe spielen keine Rolle – „das läuft hier wie die Hölle“, sagt Acher. In der Tat herrscht hier gerade bei gutem Wetter ein Betrieb, von dem manch andere Gaststätte in der Region nur träumen kann. Das Lokal ist gerade für die heimische Mountain-Bike-Szene so etwas wie ein „Basislager“, auch für Wandergruppen ist es eine feste Anlaufstation. Zudem haben sich Veranstaltungen wie der jährliche „Almabtrieb“ fest etabliert.

So ist es nur allzu verständlich, dass Acher der Abschied nach zwölf Jahren extrem schwer fällt, zumal es ihm gelungen ist, mit der „Alm“ eine echte Marke zu etablieren. Es ist aber ein erzwungener Abschied: Denn Acher konnte sich nach eigenen Angaben nicht mit den neuen Besitzern des Grundstücks über eine weitere Zukunft das gastronomischen Betriebs einigen, weder über einen neuen Pachtvertrag ab Ende Mai, noch über einen Kauf des „Lokals“.  Seine einzige Verpflichtung bestehe nun darin, das Gelände in seinem ursprünglichen Zustand zu verlassen, daher der Abriss.

Doch auch wenn nach zwölf Jahren nun das Aus für die „Alm“ kommt, so heißt das nicht, dass sich Acher nach einem neuen Job umsehen muss. Er bleibt als Wirt seinen Gästen und vielfach auch Freunden erhalten, übernimmt er doch den „Dorfkrug“ in Dauersberg. Die alte Dorfgaststätte der Familie Büdenhölzer steht seit sechs Jahren leer, nun soll ihr neues Leben eingehaucht werden. „Ich würde das nicht machen, wenn ich nicht felsenfest davon überzeugt wäre, dass es funktionieren würde“, sagt Acher. Viele Stammgäste hätten schon angekündigt, mit ihm ins Tal umzuziehen.

Wann genau die Eröffnung sein wird, kann er noch nicht sagen, grob angepeilt wird Mitte/Ende Juni, feiert Dauersberg dann doch sein 725-jähriges Bestehen. Und die Reaktivierung einer alten Gaststätte als Zentrum dörflichen Lebens dürfte dann mit das schönste Jubiläumsgeschenk sein.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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