Die Denkmalprüfung kostet Zeit

 Eigentlich sollten die Abrissarbeiten auf dem Hartmann-Gelände in diesem Jahr beginnen, um Platz für das geplante Ederzentrum „Via Adrina“ zu schaffen. Die Frage, ob dieser Teil des Gebäudes, der hier zu sehen ist, erhaltenswert ist, muss aber erst noch geklärt werden, bevor die Arbeiten starten können. Foto: Björn Weyand
  • Eigentlich sollten die Abrissarbeiten auf dem Hartmann-Gelände in diesem Jahr beginnen, um Platz für das geplante Ederzentrum „Via Adrina“ zu schaffen. Die Frage, ob dieser Teil des Gebäudes, der hier zu sehen ist, erhaltenswert ist, muss aber erst noch geklärt werden, bevor die Arbeiten starten können. Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

bw - Ob in diesem Jahr noch die Abrissbagger auf dem Hartmann-Gelände in Arfeld für Platz sorgen und die ehemalige Schuhleistenfabrik zumindest in Teilen in Schutt verwandeln, ist derzeit noch völlig offen. Eigentlich sollten die Abrissarbeiten in diesem Jahr starten, wie der Bad Berleburger Beigeordnete Volker Sonneborn im Gespräch mit der Siegener Zeitung erläuterte. Doch der Antrag auf Abrissgenehmigung für den gesamten Fabrikkomplex hat die Aufmerksamkeit der Denkmalbehörde geweckt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe wolle prüfen, so Volker Sonneborn, ob ein Teil der Bauten für den Denkmalschutz relevant sei.

In Frage kommt dafür offenbar der Teil, der der Straße zugewandt ist. „Für den größeren Teil der Gesamtfläche gibt es keine Bedenken“, wusste Volker Sonneborn zu berichten. Doch wegen der bedeutenden Geschichte des Unternehmens hat die Denkmalbehörde in Münster eine Untersuchung angestoßen. Die läuft noch und wann sie abgeschlossen sein könnte, kann auch Volker Sonneborn nicht abschätzen. Sicher ist nur: „Das kostet Zeit.“ Zumal der Denkmalschutz in der ersten Stufe nur den grundsätzlichen Erhaltenswert feststellt – erst in der zweiten Stufe spiele eine Perspektive eine Rolle.

Die gibt es in Arfeld allerdings wohl nur nach einem Abriss, denn Pläne für den Erhalt eines Teils des alten Fabrikgebäudes hatten die Arfelder ja erst Anfang des Jahres verworfen, da die Kosten für den Erhalt des Baus immer weiter in die Höhe schossen. Seitdem ist der Neubau des Ederzentrums „Via Adrina“ an der Stelle vorgesehen.

Der Landschaftsverband sieht übrigens die Stadt im Zugzwang. Die Schuhleistenfabrik sei im Juli vorläufig in die Denkmalliste eingetragen worden, „das gilt für ein halbes Jahr“, verriet Markus Fischer, Pressereferent beim LWL. Nun müsse die Stadt den Abrissantrag begründen – und zwar so überzeugend, dass die Denkmalpfleger zur Einsicht kommen, dass ein Erhalt des Gebäudes gar nicht machbar sei.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.