Die Einladung für die Fusion steht

 Rund 50 Gemeindeglieder der Lukas-Gemeinde im Eder- und Elsofftal nahmen am Montagabend in Alertshausen an der Versammlung zur geplanten Vereinigung mit Wunderthausen und Diedenshausen teil. Foto: Holger Weber
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howe - Die herzliche Einladung sprachen am Montagabend bei der Versammlung der Lukas-Gemeinde im Eder- und Elsofftal im Alertshäuser Dorfgemeinschaftshaus gleich mehrere Gemeindeglieder aus: „Ihr werdet nicht vereinnahmt,“ versicherte Schwarzenaus Ortsvorsteher Bodo Hüster. „Wir begegnen uns auf Augenhöhe.“ Es sei der Lukas-Gemeinde bewusst, dass die Vereinigung „keine einfache Geschichte“ sei. Aber wenn man fair und sachlich miteinander umgehe, dann sei man auf einem guten Weg. Bodo Hüster sprach aus Erfahrung, hatte doch die eigenständige Kirchengemeinde Schwarzenau vor mehreren Jahren die Vereinigung mit Elsoff vollzogen. „Wir haben bei Beschlüssen immer geschaut, ob die anderen damit leben können, wie es den Christianseckern oder den Alertshäusern damit geht“, berichtete der langjährige Schwarzenauer Presbyter Otto Marburger. „Die Nichtselbstständigkeit unserer Gemeinde hat uns nichts ausgemacht. Wenn aus vielen Stimmen eine Gemeinsamkeit wird, dann ist das doch wunderbar.“

Auch Rainer Womelsdorf, seit 2010 Mitglied des Presbyteriums, in Beddelhausen lebend und gebürtiger Alertshäuser, sprach die Einladung an die Mitglieder der Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen offen aus: „Die Bereitschaft von uns ist da.“ Man pflege ein gutes Miteinander und schaue nicht danach, wo jemand wohne oder herkomme. „Wir haben zum Beispiel drei Presbyter aus Alertshausen“, so Rainer Womelsdorf, der von den Gesprächen innerhalb seines Presbyterium berichtete. Demnach habe man sich zunächst Gedanken über die Zusammensetzung eines neuen Presbyteriums gemacht: Zehn seien es aus der Lukas-Gemeinde, je zwei aus Wunderthausen und Diedenshausen sollten dazukommen. Beim gemeinsamen Namen habe man über „evangelische Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal“ nachgedacht. Das stehe aber längst nicht fest.

Weil beide Gemeinden ein rundes Siegel hätten, wäre es denkbar, den Anker von Wunderthausen/Diedenshausen in das Kreuz-Siegel der Lukas-Gemeinde aufzunehmen. Rainer Womelsdorf machte noch einmal deutlich, dass auch die Lukas-Gemeinde „Handlungsbedarf“ habe, weil sie zurzeit ohne Pfarrer dastehe und ihr mit 1800 Gemeindegliedern für eine volle Pfarrstelle (2500 Gemeindeglieder) einiges fehle. „Wir denken, dass dieser gemeinsame Weg mit Wunderthausen/Diedenshausen weitergeführt werden kann. Wir sind wirklich bemüht, mit Wunderthausen/Diedenshausen auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.“ Moderator und Superintendent Stefan Berk bezog klar Position: „Es tut mir um jedes Gemeindeglied leid, das sich hier sperrt.“ Er setze sich gerne hin und rede mit den Menschen. „Mit einer Vereinigung machen wir keine Gemeinde kaputt, auch keine Tradition.“ Vielmehr würden die neuen Strukturen ganz viel Potenzial haben. Im Übrigen sei die Vereinigung formal juristisch noch nicht abgeschlossen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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