Neue Staffel der Kinderuni blickt in die Glaskugel
Die Erde besser machen: Auftakt mit Autorin Gerda Raidt

Unter dem Motto „Zukunft – was bewegt uns morgen“ diskutierte Gerda Raidt, Autorin und Illustratorin aus Leipzig, mit den Kinderuni-Zuschauern zwischen acht und zwölf Jahren via Zoom über den Klimawandel.
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  • Unter dem Motto „Zukunft – was bewegt uns morgen“ diskutierte Gerda Raidt, Autorin und Illustratorin aus Leipzig, mit den Kinderuni-Zuschauern zwischen acht und zwölf Jahren via Zoom über den Klimawandel.
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ap Siegen. Wie können wir unseren Alltag gestalten, damit wir dauerhaft und gut hier auf der Erde leben können? Das hast du dich sicher auch schon einmal gefragt. Genau wie Gerda Raidt. Die Autorin und Illustratorin – so nennt man jemanden, der Bücher und Zeitungen mit seinen Zeichnungen bebildert – macht sich nämlich ganz viele Gedanken über unsere Umwelt. Denn die hat sich innerhalb weniger Jahre ganz schön verändert.
Zuhörer hat die Autorin heute viele. Doch wie du dir sicher denken kannst, sitzen die nicht eng aneinandergedrängt in den Reihen der Kinderuni, sondern zu Hause vor ihren Computerbildschirmen. Die neue Staffel der Kinderuni – ein Angebot der Uni Siegen in Zusammenarbeit mit der Siegener Zeitung – findet wegen Corona online statt.

Gerda Raidt: "Uns geht es heute besser"

Zurück zur ersten Vorlesung und zu der Autorin Gerda Raidt: Früher haben die meisten Menschen in kleinen Dörfern gelebt und ihr Essen selbst angebaut. Es gab keine Autos, keine Kühlschränke, keinen Strom und keine gute Medizin. Deshalb sind viele recht früh gestorben. „Ist doch klar, dass die Leute ihre Situation verbessern wollten“, sagt Gerda Raidt in das Mikrofon im Hörsaalzentrum am Unteren Schloss. „Und das ist der Menschheit ja auch gelungen. Uns geht es ja heute besser.“ Wir haben eine große Auswahl im Supermarkt, können sogar mit dem Flugzeug verreisen, und manche werden über 100 Jahre alt. „Doch das hat auch seine Schattenseiten“, weiß die Buchautorin aus Leipzig. Wir brauchen zum Beispiel Lieferfahrzeuge, um all die Lebensmittel zu transportieren, und fast jede Familie hat heutzutage ein eigenes Auto.

Eine Idee: mit Strom fahren

So kommt man zwar schnell von A nach B, aber beim Fahren entstehen umweltschädliche Abgase. Die legen sich wie eine wärmende Hülle um die Welt und sind für Hochwasser, Dürren sowie andere Klimakatastrophen verantwortlich. Hast du eine Idee, was man dagegen tun könnte? Gerda Raidt hat gleich mehrere. „Man könnte zum Beispiel mit Strom statt Benzin fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen“, schlägt sie vor. Dann wäre unsere Luft um einiges sauberer.

Die Milch kommt nicht vom schönen Bauernhof

Noch besser ist es aber, mit dem Fahrrad zu fahren – denn das stößt kein CO2 aus. Man könnte aber auch zu Fuß 
gehen. „Dafür braucht man bloß Schuhe“, lächelt die Umweltexpertin. Doch allein 
damit ist es nicht getan. Denn es gibt noch viele weitere Probleme auf unserer Erde. „Schlaue Kinder wissen, dass Milch nicht von einem schönen Bauernhof kommt, sondern aus einem großen Stall mit vielen Tieren“, sagt die Illustratorin. Und die brauchen jede Menge Futter. Ganz besonders gerne fressen die Kühe und Schweine Sojabohnen.

Abholzung der Regenwälder aufhalten

Die werden aber nicht auf Feldern in Deutschland angebaut. Dafür müssen Urwälder gefällt werden, wodurch der Lebensraum vieler seltener Tierarten wie Orang-Utans zerstört wird. „Außerdem sind die Bäume dafür da, um unsere Abgase in frische Luft zu verwandeln“, erklärt Gerda Raidt. Aber wie können wir Menschen die Abholzung der Regenwälder aufhalten? Zum Beispiel, indem wir weniger tierische Produkte essen und mehr Bio-Lebensmittel aus der Region kaufen. Vielleicht essen wir in Zukunft auch Fleisch aus dem Labor. Oder Insekten. Wer weiß das schon? Aber eines steht fest: 
„Irgendwann ist der letzte Baum gefällt. So können wir nicht weitermachen."

  • Rund um das Thema Zukunft dreht sich auch ein Kreativ-Wettbewerb der Kinderuni Siegen. Die Kinderuni-Kinder sind eingeladen, sich gestalterisch mit dem Thema Zukunft auseinanderzusetzen. Wie wollen wir (miteinander) leben? Wie wollen wir wohnen? Was wollen wir essen, und wie entsteht unsere Nahrung? Wie wollen wir unsere Freizeit gestalten? Welche Berufe wollen wir ausüben? Wie wollen wir mobil sein? Viele Fragen sind zukunftsträchtig – mal ganz persönlich, mal für die Allgemeinheit gedacht. 
  • Alle Kinder können bis zum 30. September ihre Ideen zum Thema „Zukunft“ einsenden, die E-Mail-Adresse lautet: kinderuni@uni-siegen.de. Die Kinder können malen, texten, werken, fotografieren oder Videos drehen. Das Team der Kinderuni stellt anschließend eine Online-Galerie zusammen.
Unter dem Motto „Zukunft – was bewegt uns morgen“ diskutierte Gerda Raidt, Autorin und Illustratorin aus Leipzig, mit den Kinderuni-Zuschauern zwischen acht und zwölf Jahren via Zoom über den Klimawandel.
Autor:

Alexandra Pfeifer

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