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Roten Rosen und kleine Aufmerksamkeiten
Die ewigen Boten der Liebe

Der Valentinstag steht vor der Tür, Bei Blumen Risse in Buschhütten bindet Abteilungsleiterin Floristik Jasmin Stöcker zurzeit jede Menge Rosensträuße.
  • Der Valentinstag steht vor der Tür, Bei Blumen Risse in Buschhütten bindet Abteilungsleiterin Floristik Jasmin Stöcker zurzeit jede Menge Rosensträuße.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

ap/sabe Siegen. Die Beziehung ist ein wenig komplizierter. So richtig warm werden die Deutschen eigentlich nicht mit dem Valentinstag. Über 75 Prozent der Befragten gaben bei einer Umfrage des Statistik-Portals „Statista“ an, dass der Valentinstag weniger mit Liebe und vielmehr mit Kommerz zu tun habe. Sei’s drum: Ob nun romantischer Tag oder Geschäftmacherei – die einzige Zeit, in der Männer mehr Blumen kaufen als Frauen, kommt alle Jahre wieder und macht auch im Corona-Jahr keine Ausnahme: Am Sonntag, 14. Februar, haben Blumen, Geschenke, Schokolade und kleine Liebesbriefe wieder ihren großen Auftritt. Und zu Pandemie-Zeiten sogar mit ganz besonderer Performance: Die Einzelhändler der Region machen das Fest der Liebesbekundung trotz Lockdown möglich.

ap/sabe Siegen. Die Beziehung ist ein wenig komplizierter. So richtig warm werden die Deutschen eigentlich nicht mit dem Valentinstag. Über 75 Prozent der Befragten gaben bei einer Umfrage des Statistik-Portals „Statista“ an, dass der Valentinstag weniger mit Liebe und vielmehr mit Kommerz zu tun habe. Sei’s drum: Ob nun romantischer Tag oder Geschäftmacherei – die einzige Zeit, in der Männer mehr Blumen kaufen als Frauen, kommt alle Jahre wieder und macht auch im Corona-Jahr keine Ausnahme: Am Sonntag, 14. Februar, haben Blumen, Geschenke, Schokolade und kleine Liebesbriefe wieder ihren großen Auftritt. Und zu Pandemie-Zeiten sogar mit ganz besonderer Performance: Die Einzelhändler der Region machen das Fest der Liebesbekundung trotz Lockdown möglich.

Friseurmeisterin Lisa Marie Fuhr etwa hat trotz der harten Monate des Stillstands noch viele dynamische Ideen. Am Sonntag spielt sie den „Valentinsengel“, wie sie lachend verrät. Bis Samstagnachmittag können sich Verliebte noch bei ihr melden. Sie bekommen dann am Valentinstagsmorgen hübsche Wellnespakete für Herz und Haar direkt vor die Tür gestellt.

Valetinsbox als Aufmunterung

„Man wird kreativ, weil man es muss“, sagt die 30-jährige Selbstständige mit Friseursalon am Rosterberg über ihre Geschäftsidee. Ihre Valentinsbox, eine Idee, die in der Corona-Zeit entstand, setzt nicht nur auf Kundenbindung, sondern auch auf Aufmunterung: „Ich will ein bisschen Liebe verschicken, das ist es doch, was uns in diesen Zeiten weitermachen lässt.“ Und die, so Fuhr, sollten auch nicht nur Paare untereinander verschenken – „am Tag der Liebe auch ruhig mal an die Mama, die Freundin oder an sich selbst denken“.

So sieht es auch Robert Teckhaus, Floristmeister und Inhaber von „Blumenreich“ (Öffnungszeiten Blumenläden s. Kasten) in Siegen. „Über einen schönen Strauß freut sich doch jeder. Der Tag ist für jeden, den man gerne hat – sei es die Partnerin, die Mutter oder die Nachbarin, die sich kümmert.“ Valentinstag könne so viel mehr als Kommerz, sei eine Tradition. Gerade deshalb geht er auch in diesem Jahr von einem Ansturm aus: „Corona hat die Leute geerdet und wieder mehr zu Blumen und Zimmerpflanzen geführt.“ Vom gleichem Szenario geht auch Josef Hartmann, Filialleiter von Blumen Risse in Kreuztal, aus. „Wir denken, dass der Ansturm so stark sein wird wie in den vergangenen Jahren.“ Auch am Trend des Verkaufsschlagers „rote Rose“ werde wohl auch in diesem Jahr nichts gedreht werden. Konkurrenz im Online-Handel sieht er dabei übrigens nicht: „Die Herren wollen schnell was in der Hand haben.“

Lockdowngerechte Liebesaufmerksamkeiten

Wer neben Blumen noch mit einem Brunch überraschen möchte, für den hat sich das Jungunternehmen „Bowlilicious“ aus Siegen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Lilli Grabowitz und Julia Schander haben zum Tag des heiligen Valentin hübsche To-Go-Boxen mit Leckereien und Blumengestecken in Zusammenarbeit mit Floristin Anna Tews zusammengestellt. „Die Leute brunchen gerne zu Hause und unsere Boxen kommen generell sehr gut an. Deshalb hätten wir auch ohne das Virus sicher viele Bestellungen gehabt. Aber Corona vermehrt die Nachfrage natürlich noch“, sagt Grabowitz über die lockdowngerechten Liebesaufmerksamkeiten.

Noch mehr Spezialitäten fürs Zuhause gefällig? Sous-vide gegart, muss das Valentinstags-Menü von Tommis-Restaurant zu Hause nur noch warmgemacht werden, verspricht Inhaberin Sandra Kahmer-Dach. Das Menü für Verliebte sei im Übrigen schon länger und nicht erst seit diesem Jahr im Angebot und fände immer guten Zuspruch, aber: „In diesem Jahr ist das Menü natürlich ein wenig anders aufgebaut.“ Auch vor Ort wird es diesmal anders serviert: zum Beispiel im eigenen Wohnmobil vor dem Lokal.

Herzen überall Der Valentinstag ist ein Feiertag für den Einzelhandel. Besonders Blumenhändler machen am Fest der Liebenden Jahr für Jahr starken Umsatz. Auch in der Corona-Pandemie dürfen sie am Sonntag fünf Stunden öffnen. Aber: Wer einen Strauß verschenken will, kann genauso gut am Samstag losziehen, denn eine frische Lieferung gibt es für die Händler sonntags nicht mehr. Konkurrenz in ihrem Kerngeschäft bekommen Floristen durch Supermärkte und Discounter, die neben süßen Versuchungen in herzförmigen Verpackungen eben auch Blumen zum Spottpreis verkaufen. Deren Nachteil: Spätestens am Samstag um 22 Uhr ist für sie Schluss, ein Sonderöffnungsrecht am Sonntag gibt es nicht. Das Symbol der Herzen ist auch in den heimischen Bäckereitheken zu finden, wo passend zum Valentinstag beispielsweise Rührkuchen-Erdbeerherzen das Teilchen-Sortiment ergänzen. Länger geöffnet haben Bäckereien am Sonntag aber nicht, früh sein lohnt sich also. Auch viele Gastronomen (siehe Extra- Artikel) haben sich spezielle Aktionen überlegt. Und dann gibt es noch die, bei denen man Angebote zum Valentinstag nicht unbedingt erwartet hätte. So wie die Betreiber des Escape Games Siegen, die via Facebook ihr Spiel als „etwas anderes Valentinstagsgeschenk“ bewerben. Sich umzuschauen lohnt sich – Herzen gibt es überall.
Autor:

Alexandra Pfeifer

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