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Völlig verregneter Sommer
Die Freibadsaison fällt ins Wasser

Als wäre Corona nicht genug, spielte in diesem Sommer auch das Wetter nicht mit. Aus diesem Grund blieben die Freibäder der Region oft leer, wie hier im Familienbad Freier Grund.
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  • Als wäre Corona nicht genug, spielte in diesem Sommer auch das Wetter nicht mit. Aus diesem Grund blieben die Freibäder der Region oft leer, wie hier im Familienbad Freier Grund.
  • Foto: SZ-Archiv
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gro Siegen. Auf ins kühle Nass: An heißen Sommertagen ist der Sprung ins Wasser in einem der Freibäder der Region meist unumgänglich. Danach ein erfrischendes Eis oder eine große Portion Pommes rot-weiß auf der überfüllten Liegewiese. Einziges Problem in diesem Jahr: Regen, Regen und noch mehr Regen. Die Sonne ließ sich immer nur kurz blicken, sodass ein Freibadbesuch für viele einfach nicht infrage kam. Auf den sattgrünen Wiesen lagen in den vergangenen Wochen also kaum Handtücher, und in den Becken sorgen nur die Regentropfen für Bewegung im tiefblauen Wasser.
Die SZ hat jetzt mit einigen Betreibern aus der Region gesprochen: Waren die Bäder während der Badesaison wirklich nicht gut besucht?

gro Siegen. Auf ins kühle Nass: An heißen Sommertagen ist der Sprung ins Wasser in einem der Freibäder der Region meist unumgänglich. Danach ein erfrischendes Eis oder eine große Portion Pommes rot-weiß auf der überfüllten Liegewiese. Einziges Problem in diesem Jahr: Regen, Regen und noch mehr Regen. Die Sonne ließ sich immer nur kurz blicken, sodass ein Freibadbesuch für viele einfach nicht infrage kam. Auf den sattgrünen Wiesen lagen in den vergangenen Wochen also kaum Handtücher, und in den Becken sorgen nur die Regentropfen für Bewegung im tiefblauen Wasser.
Die SZ hat jetzt mit einigen Betreibern aus der Region gesprochen: Waren die Bäder während der Badesaison wirklich nicht gut besucht?

Am Wochenende schaut der Sommer vorbei

Familienbad Freier Grund findet keine Rettungsschwimmer

Sandra Wollin, Bad-Managerin des Familienbads Freier Grund, gibt ein wenig Entwarnung: „Zumindest der Juni war besser als im vergangenen Jahr. Dennoch kann man die diesjährigen Besucherzahlen nicht mit denen von den vergangenen Jahren vergleichen.“ Die Pandemie sei hier jedoch eher weniger das Problem gewesen. „Es gab ja jetzt wochenlang kaum Einschränkungen. Ich glaube, dass es wirklich nur am schlechten Wetter lag, dass die Besuchermassen ausgeblieben sind“, so Wollin. Doch im Familienbad Freier Grund gab es noch andere Sorgen: „Wir haben große Probleme, neue Rettungsschwimmer zu finden“, betont die Bad-Managerin. Im Winter seien viele aufgrund des Lockdowns entlassen worden. Einige haben sich laut Wollin im Anschluss neue Jobs gesucht. „Wir standen im Sommer mit super wenig Personal da, sodass wir das Hallenbad nicht parallel in Betrieb nehmen konnten“, berichtet Wollin. Problem sei auch, dass die Erste-Hilfe-Kurse, die die Rettungsschwimmer benötigen, derzeit kaum angeboten werden.

Gute Besucherzahlen im N-Flow Freizeitbad Netphen

Ein wenig anders sieht es im N-Flow Freizeitbad in Netphen aus. „Wir hatten das Glück, dass die Gäste bei schlechtem Wetter auch ins Hallenbad wechseln konnten. Aus diesem Grund waren unsere Besucherzahlen sicherlich höher als in anderen Freibädern“, betont Raik Richter, Geschäftsführer des N-Flow Freizeitparks. Dennoch sei die Badesaison auch in Netphen ein wenig schlechter gelaufen als in den vergangenen Jahren. „Nach vielen gut besuchten Saisons ist die diesjährige Freibadsaison tatsächlich ein wenig ins Wasser gefallen“, weiß Richter.

Bei schlechtem Wetter kann man ins Hallenbad wechseln - damit punktet das Freizeitbad in Netphen.
  • Bei schlechtem Wetter kann man ins Hallenbad wechseln - damit punktet das Freizeitbad in Netphen.
  • Foto: bjö (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Auch er mache nicht die Pandemie für das Fernbleiben der Besucher verantwortlich. „An warmen Tagen war schon etwas los, sodass man schon davon ausgehen kann, dass der viele Regen Schuld ist“, so der Geschäftsführer. Auch er habe seit geraumer Zeit Probleme, Personal zu finden. „Nicht nur Rettungsschwimmer sind schwer zu bekommen. Generell merken wir, dass es schwierig ist, qualifiziertes Personal zu finden“, fügt Richter hinzu.

Freibäder in Geisweid und Kaan-Marienborn schlecht besucht

Nach Angaben der städtischen Sport- und Bäderabteilung liegen auch die Besucherzahlen in den Warmwasserfreibädern Geisweid und Kaan-Marienborn auf relativ niedrigem Niveau. Jedoch dennoch leicht über denen des Vorjahres. Bis Ende Juli 2021 wurden laut Dr. Sabine Schutz, Pressesprecherin der Stadt Siegen, in beiden Freibädern rund 44.000 Gäste gezählt.

Ein Archivbild aus besseren Zeiten: Nur wenige Besucher fanden in diesem Jahr den Weg ins Freibad Geisweid.
  • Ein Archivbild aus besseren Zeiten: Nur wenige Besucher fanden in diesem Jahr den Weg ins Freibad Geisweid.
  • Foto: Dirk Manderbach
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Jetzt kommt eine weitere Hürde auf die Betreiber zu: Denn seit Kurzem gibt es auch in den Freibädern wieder mehr Corona-Beschränkungen. Es gilt wieder die 3-G-Regel: Der Einlass ist nur für getestete, genesene oder geimpfte Personen gestattet

Autor:

Sarah Groos

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