Die Kraft der Worte

Die Schülerinnen und Schüler, die am ersten Poetry-Slam in der Gesamtschule Eiserfeld teilgenommen haben.  Foto: Schule
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sz Eiserfeld. Jung, selbstbewusst und wortgewaltig – so traten sie an, die zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11, bereit, sich im ersten Poetry-Slam an der Gesamtschule Eiserfeld dem Wettbewerb zu stellen. So unterschiedlich wie die Persönlichkeiten, die auf der sonst leeren Bühne der Schulaula vors Mikrofon traten, so unterschiedlich waren auch die selbst verfassten Texte für diesen „angesagten“ Lyrikwettbewerb, bei dem schließlich Marvin Schweitzer als Sieger hervorgehen sollte.

Doch zunächst einmal der Reihe nach. Die Schüler des Deutschkurses der Jahrgangsstufe 11 hatten sich zusammen mit ihrer Lehrerin, Ramona Lebrato, vorgenommen, das Thema Lyrik einmal ganz anders anzufassen. Schnell war klar: Wir machen einen Poetry-Slam – eine Art Dichterwettstreit, bei dem eine Publikumsjury entscheidet.

Inspirieren ließen sich die Schüler bei einem Poetry-Slam im Siegener Lÿz; die Regeln und Typisches für den Auftritt guckten sie sich in diversen TV-Sendungen ab. Schreibtrainings im Unterricht sollten dann noch die Kreativität, den Schreibfluss fördern. Thematisch und inhaltlich war den Schülern völlig freie Hand gelassen, durfte doch für den Poetry-Slam jeder Teilnehmer frei seinen Gedanken – gereimt oder nicht gereimt – auf der Bühne ein Ventil verschaffen.

Und darin lag auch der Reiz dieses Abends, den die Schüler ganz in Eigenregie gestaltet hatten: Mit jedem Teilnehmer, der auf die Bühne trat, war man gespannt, welches kraftvolle Feuerwerk der Sprache und Gedanken da auf die Zuschauer prasseln würde. Themen waren Tierschutz, Düfte, Kannibalismus oder die Identitätsfrage des Menschen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Kraft der Worte und die Brillanz der Schülertexte hierzu waren überwältigend. Nach zwei Runden war klar, dass Entscheidung irgendwie zwischen Michel Kühn, Natalie Grindel, Marvin Schweitzer und Christian Parscenski fallen musste. Sie waren von der Publikumsjury als die vier besten Slammer auserkoren worden. Im Finale entschieden dann die Länge und die Intensität des Applauses über den Sieger.

Eng, ganz eng lagen die Leistungen der Finalisten beieinander. In Aussprache, Performance und Inhalt nahezu gleichwertig, machten sie den begeisterten Zuschauern die Entscheidung wirklich schwer. Nach einem fulminanten Applaus konnten die beiden Moderatorinnen Davina und Janine Liedtke schließlich Marvin Schweitzer als Sieger verkünden.Fest steht, dieser Poetry-Slam hat aus den Schülern Unglaubliches herausgeholt, die vor allem eins bei der ganzen Sache hatten: einen Mega-Spaß.

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