Die L 709 soll sicherer werden

Verwaltung stellte Ausbaupläne den Eiserner Bürgern vor

kk Eisern. Pläne, Pläne, Pläne. Sie lagen auf Tischen und hingen an Wänden. Ihre Anziehungskraft war groß. Die Pforten des Eiserner Bürgerhauses öffneten sich gestern um 14 Uhr. Kurze Zeit später herrschte bereits reger Betrieb. Hier beugten sich Anwohner über die Skizzen für den Ausbau der Landesstraße 907, dort wurden verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Eiserntalstraße diskutiert. Die Stadtverwaltung hatte eingeladen. Dietrich Schlenther, Abteilungsleiter Straße und Verkehr, sowie Verkehrsberater Peter Kölsch stellten vor, was sich an der Landesstraße 907, die mitten durch den Stadtteil führt, kurz- und langfristig tun wird und tun könnte.

Dass sich etwas tut, scheint beschlossene Sache. Ob die Maßnahmen nun eher provisorischer Natur seien, oder aber Nägel mit Köpfen gemacht werden, hängt vor allem von den Verantwortlichen in Düsseldorf ab. Denn: für den geplanten Ausbau der L 907 werden Zuschüsse gebraucht – mit etwa 5 Mill. e könnte die Maßnahme zu Buche schlagen. Ein entsprechender Antrag soll 2006 eingereicht werden. Ob und wann die Bagger und Asphaltiermaschinen in großem Umfang rollen, steht demnach noch in den Sternen.

Geplant ist, der Eiserntalstraße auf ihrer Länge von etwa 2,5 Kilometern durchgängig eine Breite von 6,5 Metern zu geben. Derzeit variiert der Straßendurchmesser zwischen 5,5 und 7 Metern. Beidseitig ist ein Gehweg von jeweils 2,25 Metern vorgesehen. Gehwege sind bislang nicht überall vorhanden. Ein Gefährdung für Fußgänger und ganz besonders für Kinder.

»Wir haben unseren Vorentwurf den örtlichen Gegebenheiten angepasst«, so Kölsch. Häuser müssten nicht weichen. Das sah in der Planung des jetzigen Landesbetriebs Straße NW aus dem Jahr 1970 noch ganz anders aus. Überhaupt würden Dinge in Ordnung gebracht, sollte es grünes Licht für den Ausbau geben. Kölsch: »Ungefähr 60 Prozent der heutigen Gehwege befinden sich auf Privatgrund.« Den würde die Stadt gerne erwerben. In so mancher Anwohner-Kasse könnte es also klingeln. Allerdings: Umsonst ist der Straßenausbau nicht. Schlenther. »Beim Ausbau einer Landesstraße müssen die Anlieger 50 Prozent der Kosten für die Gehwege tragen.«

Ob das nun alles so kommt, ist noch Zukunftsmusik. Fest aber steht: An der Eiserntalstraße soll schon in absehbarer Zeit etwas geschehen. Vor allem im Kreuzungsbereich zur Obersdorfer Straße. Ein Anwohner: »In Stoßzeiten kommen wir noch nicht einmal auf die andere Seite zum Bäcker.« Vor allem eine geänderte Vorfahrtsregelung soll Abhilfe schaffen. Insgesamt sind an der Eiserntalstraße mehrere neue Fußgängerüberwege geplant. An der Wolfsbach wird der erste entstehen. Einengungen sollen dafür sorgen, dass Autofahrer aufs Bremspedal treten, und auch Bushaltestellen sollen verkehrsgünstiger angesiedelt werden. Nach der gestrigen Bürgerinformation starten die Vorschläge ihren Weg durch die Gremien.

Den haben die Pläne zur Neugestaltung der Eiserner Ortsmitte zum Teil schon hinter sich. Auch um die Finanzierung ist es nicht schlecht bestellt. Immerhin sicherte das Amt für Agrarordnung die hälftige Übernahme der Kosten zu. Die werden auf rund 50000 e geschätzt. Und das soll geschehen: Rund um die Kapellenschule weicht schwarzer Asphalt hellem Bitumen. Im unmittelbaren Umfeld der Kapelle und des alten Backes werden Natursteine verlegt. Vor dem Backes sollen ein gusseiserner Brunnen und Sitzgelegenheiten aufgestellt werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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