Die nächste Hiobsbotschaft

 Für die Faurecia-Belegschaft war es kein angenehmer Termin: Am Dienstagmittag informierte der IG-Metall-Bevollmächtigte über ein aktuelles Angebot der Konzernführung. Foto: damo
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damo - Schlechte Kunde für die Faurecia-Belegschaft: Die Standortsicherung bis 2025, die im Frühjahr erkämpft wurde, ist nur die halbe Wahrheit. Denn im April war offen geblieben, wie viele Mitarbeiter zu welchen Konditionen künftig im Werk Scheuerfeld arbeiten werden. Jetzt habe die Geschäftsleitung mitgeteilt, wie sie sich die nächsten Jahre vorstellt: Offenbar schwebt den Verantwortlichen vor, in den nächsten Jahren 40 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen und den Verbleibenden Lohneinbußen in Höhe von 32 Prozent abzuverlangen.

Das ist laut dem hiesigen IG-Metall-Bevollmächtigten Uwe Wallbrecher die Quintessenz des Angebots der Arbeitgeberseite, das am Dienstag bei einer Verhandlungsrunde in Frankfurt auf den Tisch gekommen ist und Stunden später der Belegschaft vorgestellt wurde. 

„Es wird ernster als ernst“, kommentierte Uwe Wallbrecher den Verhandlungsstand. Er nannte das Angebot des Arbeitgebers eine „bodenlose Sauerei“.

Betriebsratsvorsitzender Volker Knautz schwor die Belegschaft auf ein geschlossenes Auftreten ein. „Entweder halten wir zusammen – oder es gibt einen Abschied auf Raten, der noch dazu billig für den Arbeitgeber wird.“ Damit spielte er darauf an, dass der Sozialtarif bei Faurecia Ende 2016 ausläuft. Neben der Fortschreibung des Sozialtarifs erhebt Knautz eine weitere Forderung – deren Inhalt auf der Hand liegt: „Vorrangiges Ziel ist die Standortsicherung mit möglichst vielen Beschäftigten.“

Noch ist offen, wie es weitergeht. Am Mittwoch sollen die Vertrauensleute im Betrieb zu einer Sitzung zusammenkommen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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