Die Siegener Innenstadt erhält ein neues Gesicht

kk Siegen. Die Kommunalwahl ist vorbei, ebenso das Wahlkampfgetöse in den Gremien. Und so ging der öffentliche Teil der gestrigen Ratssitzung zügig vonstatten. Auch die Vorlage zur Durchführung des städtebaulichen Wettbewerbs im Rahmen der Regionale 2013 wurde geradezu abgenickt. In den vorgeordneten Ausschüssen hatte sie für heftige Diskussionen gesorgt. Nun waren nur Lobeshymnen zu vernehmen. Siegen erhalte ein neues Gesicht, so Ute Höpfner-Diezemann (CDU). „Wir können uns alle darüber freuen.“

Michael Groß (Grüne) ließ es sich nicht nehmen daran zu erinnern, dass seine Fraktion bereits 1989 den Abriss der Siegplatte gefordert habe: „Damals waren wir zu fünft.“

Detlef Rujanski (SPD) verwies auf die Siegplatte als sein Wahlkampfthema im Bürgermeisterwahlkampf 2007. Auch die FDP war froh, den Wettbewerb auf den Weg zu bringen. Allein Hans-Günter Bertelmann unterstrich, dass seine Fraktion den Wettbewerb zwar mittrage, mit dem gänzlichen Abriss der Siegüberkragung aber nichts im Sinn habe. Und so wurde das Großvorhaben einstimmig auf den Weg gebracht.

Ähnlich erging es der Vorlage zur Nach- und Umnutzung des Unteren Schlosses. Bürgermeister Steffen Mues bezeichnete den für 2013 vorgesehenen Einzug der Universität als „Jahrhundertchance“, die vor fünf Jahren noch nicht denkbar gewesen sei. Dadurch, dass das Land Eigentümer der Immobilie bleibe und Millionenzuschüsse aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm flössen, falle der städtische Anteil mit etwa 650 000 Euro geringer aus als erwartet. Dafür, dass dieses Geld fließen soll, wurde ein Grundsatzbeschluss des Rates benötigt. Der wurde bei einer Enthaltung auch erzielt.

Allerdings war die Parkplatzfrage erneut ein Streitpunkt. Der Bürgermeister mahnte an, diese große Chance für die Stadt nicht an wenigen Parkplätzen scheitern zu lassen. Zum Hintergrund: Im Zuge der Freiziehung des Hofes des Unteren Schlosses hatte die Stadt Siegen dem Land NRW zugesagt, 120 Parkplätze zu schaffen. 104 davon stehen zur Verfügung. Wie das Kontingent aufgefüllt oder neu angeordnet werden soll, darüber sei noch nicht entschieden worden, so Mues weiter.Ein Dank galt allseits der Universität, die die schnelle Realisierung des Vorhabens durch ihre erfolgreich durchgeführten Verhandlungen ermöglicht habe.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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