Die Toskana im Frühling genießen

 Atemberaubende Panoramen mit Weinreben, Olivenhainen und Zypressen gibt es in der Toskana reichlich. Beinahe so weit das Auge reicht, erstreckt sich hier das Anwesen der ehemaligen Landresidenz der Florentiner Familie Del Nero. Foto: Hotel
  • Atemberaubende Panoramen mit Weinreben, Olivenhainen und Zypressen gibt es in der Toskana reichlich. Beinahe so weit das Auge reicht, erstreckt sich hier das Anwesen der ehemaligen Landresidenz der Florentiner Familie Del Nero. Foto: Hotel
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db- Spätestens wenn die Abendsonne langsam hinter den Colline del Chianti, der malerischen Hügelkette im Zentrum der Toskana, versinkt und die historischen Gemäuer und stolzen Zypressen in einen angenehmen Goldton färbt, stellt sich die Entspannung ein. Wer sie sucht, findet sie genau hier: im Frühling im Herzen der Toskana.

Während sich in Deutschland der Osterhase noch mit einer Erkältung durch den Schnee kämpfen muss, holt er sich im Chianti-Tal den ersten Sonnenbrand des Jahres ab. Nicht zu heiß, aber für einen Pool-Besuch reicht es allemal. Denn wer den über zweistündigen Flug gen Spanien scheut oder nach Alternativen zum Frühjahrs-Klassiker sucht, der sollte die Region zwischen den Städten Florenz, Pisa und Siena besuchen.

Rendezfood

Die Gemeinde Tavarnelle Val di Pesa liegt malerisch in der toskanischen Landschaft zwischen Olivenhainen und Weinreben und mit Blick auf ein atemberaubendes Panorama. Hier sagen sich nicht Fuchs und Hase „Gute Nacht“, hier rufen sich Stachelschwein, Schlange und Fasan ein freundliches „Buonasera“ zu. Wer es im Urlaub ruhig mag und dennoch nicht auf Besuche von Florenz, Siena oder des schiefen Turmes verzichten möchte, der ist in Tavarnelle Val di Pesa ebenso richtig wie Kurzurlauber, die ein Wochenende lang in luxuriöser Umgebung abschalten möchten.

Der frühe Vogel...

Denn gut 30 Minuten von den bekannten italienischen Städten entfernt thront – wie es sich für ein altes Schloss gehört – auf einem Hügel das Castello del Nero. Die ehemalige Landresidenz der Florentiner Familie Del Nero beherbergt seit fast elf Jahren und nach sechs Jahren Umbauzeit ein Luxushotel, das zu den „Leading Hotels of the World“ zählt und seinen Gästen ein „authentisches Toskana-Erlebnis“ verspricht. 900 Jahre lang beherbergte die Burg herrschaftliche Familien und ihre Freunde, jetzt entspannen auf dem 740 Hektar großen Anwesen in erster Linie anspruchsvolle und gut betuchte Gäste. Das Hotel produziert dank der Größe des Anwesens nicht nur sein eigenes Olivenöl, sondern auch zwei Rotweine, den Pieve del Nero und den Superior Levriero. Gäste schlafen, schlendern und schlemmen zwischen jahrhundertealten Fresken, großen Kaminen und unter Gewölbedecken.

Die Heimat des Castello ist auch Heimat der Sangiovese Traube und damit Namensgeber eines weithin bekannten Rotweins: des Chianti. Er stammt aus einem Gebiet, das den Großteil der mittleren Toskana ausmacht. Doch Chianti ist nicht gleich Chianti – mehrere verschiedene Zonen und jede Menge verschiedener Kriterien machen die Geschichte des Rotweins zu einem abendfüllenden und durchaus lohnenden Programm, das sich am besten mit einer Weinprobe kombinieren lässt.

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Wer die Toskana nicht nur geschmacklich, sondern auch haptisch kennenlernen möchte, kann das bei Catia Massai. Catia betreibt eine Keramikwerkstatt in Tavarnelle Val Di Pesa und führt Neulinge in die Kunst des Töpfern ein. Wer den Pool gegen eine Schürze tauscht, bekommt einen Einblick in das traditionelle Handwerk – und ganz nebenbei eine gehörige Portion Entschleunigung. Denn mit Hektik und Ungeduld kommt man nicht weit wenn es um das Formen und Bearbeiten des Tons geht. Und während man sich auf das konzentriert, was die Hände mehr oder weniger talentiert entstehen lassen, schaltet sich beinahe unbemerkt der Kopf aus und lässt so Ruhe und Entschleunigung zu. Wer eine Pause braucht, der kann im Garten zwischen Orangen- und Zitronensträuchern und mit dem Blick über die toskanischen Hügel die Seele baumeln lassen.

Die Toskana hat bekanntermaßen zwei Gesichter: die Touristen-Städte Florenz, Siena oder Pisa auf der einen und die sehr ländliche Region auf der anderen Seite. Wer einfach mal abseits jeglichen Trubels die Seele baumeln lassen möchte, der kann das wunderbar im Frühling auf einem Spaziergang durch Olivenhaine und Weinreben, beim Sonnenaufgang mit in Nebel getauchten Hügelketten – oder im Glanze der goldenen Abendsonne, die langsam hinter den Colline del Chianti versinkt.

Autor:

Daniel Benfer (Redakteur) aus Siegen

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