Die Würfel fallen im Frühjahr

Schicksal des Naturfreibads noch offen – Ausschuss für Erhöhung der Bäder-Eintrittspreise

Siegen. Die Frei- und Hallenbäder in der Stadt Siegen standen in der gestrigen Sitzung des Sport- und Bäderausschusses im Mittelpunkt des Interesses. Zum einen ging es um einen Sachstandsbericht der Verwaltung in Sachen Naturfreibad Eiserfeld, zum anderen sorgte die vorgeschlagene Erhöhung der Eintrittspreise für die Frei- und Hallenbäder sowie die städtische Sauna (die SZ berichtete bereits) für reichlich Diskussionsstoff.

Was das Naturfreibad in Eiserfeld angeht, werden sich die Badefreunde bis zum nächsten Frühjahr gedulden müssen, um endgültig zu wissen, ob die Einrichtung weiterhin in Betrieb bleibt. Das beauftragte Ingenieurbüro hat seine Messungen abgeschlossen. Deren Sinn und Zweck war festzustellen, in welcher Relation Wasserzu- und -abfluss stehen. Schließlich hatte die dauerhafte Ebbe im Becken schon über zwei Sommer hinweg für einen Strich durch die Saisonpläne gesorgt (die SZ berichtete mehrfach). Nunmehr so Hans-Georg Krieger, Abteilungsleiter Hochbau der Stadt Siegen, sei das Becken gefüllt. Die Dichte des Dammes könne geprüft werden. Die Gesamtergebnisse lägen im frühen Frühjahr vor: „Dann wird klar, ob wir das Wasser für Reparaturen ablassen.”

Sieben Jahre waren die Preise in den Siegener Bädern konstant – zum 1. Januar 2001 soll die Erhöhung kommen. Fachbereichsleiterin Karin Körper räumte im Gremium ein, „das war kein leichtes Thema”. Dennoch aber habe es angegangen werden müssen. Bei der Preisgestaltung, erläuterte Karin Körper, habe man besonderen Wert auf die soziale Komponente gelegt. Auch sollten Dauerschwimmer geworben werden. Resultat: Beispielsweise für Familien und Alleinerziehende werden Vergünstigungen gewährt. Beim Kauf von Mehrfachkarten winken Rabatte. Auch Saunagänger werden kräftiger zur Kasse gebeten. Die Einzelkarte kostet künftig 17 anstatt 15 DM. Wer zudem noch in den Genuss einer Massage kommen will, muss noch tiefer in die Tasche greifen: 10 Minuten kosten künftig 10 DM (vorher 6 DM), 20 Minuten 18 DM anstatt bislang 12 DM.

Vor allem im Freibadbereich erachtete Werner Schulze (SPD) die Erhöhung als nicht gerechtfertigt. Ein Blick auf die Umlandgemeinden mache klar: Siegen könne im Standard nicht mithalten. Seiner Meinung nach droht bei erhöhten Preisen eine Abwanderung der Gäste. Die Familienfreundlichkeit ging der CDU nicht weit genug. Sie monierte den Wegfall eines sehr günstigen Dauertickets für kinderreiche Familien. Dafür sind jetzt Sonderkonditionen für Familien ab einem Kind vorgesehen. Über mögliche Lösungen soll sich die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Gedanken machen.

Stadtrat Rohr räumte ein, dass es in der Vergangenheit versäumt worden sei, im Bäderbereich ausreichend zu investieren und die Attraktivität der Einrichtungen zu steigern. Das aber sei Schuld der Politik und nicht der Verwaltung. CDU und UWG segneten die Erhöhung ab. Der Vertreter der Grünen war dagegen, die Sozialdemokraten enthielten sich.

kk

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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